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Busbegleiter sichern Ordnung

Mittelpunktschule Hartenrod Busbegleiter sichern Ordnung

Zwölf Schüler der achten Realschulklassen der Mittelpunktschule Hartenrod sind mit Zertifikaten als Busbegleiter ausgezeichnet worden. Ihre Aufgabe wird es künftig sein, nicht nur für ein geregeltes Einsteigen ohne viel Gedränge, sondern ebenso in den Schulbussen für Ordnung zu sorgen.

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Die Bushaltestelle vor der Schule ist ihr Einsatzgebiet. Dort sorgen die zwölf neuen Busbegleiter für Ruhe und Ordnung.

Quelle: Sascha Valentin

Hartenrod. Im vergangenen halben Jahr haben die Schüler dafür eine spezielle Ausbildung absolviert, die von der Jugendkonflikthilfe Marburg begleitet wurde. In Rollenspielen haben sie unter anderem gelernt, wie sie mit gewalttätigen Mitschülern umgehen sollten, Konflikte schlichten können oder gar nicht erst entstehen lassen. „Damit habt ihr eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen“, stellte Schulleiterin Petra Caspers-Naujoks fest und dankte den Jugendlichen für ihre Initiative. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass sich dieses Engagement auch in den Bewerbungsunterlagen gut mache, denn „es dokumentiert, dass ihr euch sozial einsetzt.“

Dabei sei es mitunter keine leichte Aufgabe, der sich die Jugendlichen verschrieben haben, wie diese auch selbst berichteten. „Anfangs wurden wir nicht von allen ernst genommen. Aber dann muss man eben auch mal ein wenig energischer auftreten“, erklärte einer der Jungen. Pro Buslinie sind deswegen auch immer zwei Begleiter im Einsatz, die sich gegenseitig unterstützen. Dass Streitigkeiten beim Einsteigen in die Busse gar nicht so selten sind, haben die Busbegleiter in den vergangenen Wochen schon zur Genüge erfahren. Konflikte träten vor allem dort auf, wo es zu wenig Platz in den Bussen gebe, erklärten sie und wünschten sich deswegen, dass gerade auf den Linien, in denen besonderer Platzmangel herrscht, ein zweiter Bus eingesetzt wird.

Lehrer Paolo Marinello, der das Projekt an der MPS leitet, verwies außerdem auf die Vorbildfunktion, die die Jugendlichen mit ihrer Aufgabe erfüllten. Sie vermittelten ihren Mitschülern, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist, und zeigten ihnen ebenso, dass hinzuschauen mehr bringe, als wegzusehen.

von Sascha Valentin

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