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Bürgerinitiative gibt nicht auf

Windpark Hilsberg Bürgerinitiative gibt nicht auf

Hoffen auf das Hauptverfahren: Der Vorstand will den Kampf gegen den Windpark Hilsberg fortführen und hofft auf die Unterstützung der Mitglieder - moralisch und vor allem auch finanziell.

Holzhausen. Die Standortgegner geben sich nicht geschlagen. Das wurde gestern Abend während der Mitgliederversammlung der BI Holzhausen deutlich. Ob nun Vorsitzender Reinhold Leinweber, Vorstandsmitglied Dieter Jurkat oder Kassierer Matthias Kamm: Jedes Mal wenn sie um weitere Unterstützung baten, kam im Bürgerhaus Holzhausen als Antwort von den rund 120 anwesenden der rund 1300 Mitglieder lauter Applaus.

Gleichgültig war dabei, ob es um die Bestärkung in der Vorgehensweise oder um monetäre Unterstützung ging. Gerade die „kam immer zum richtigen Moment“ bemerkte Leinweber, der hofft, dass es auch in Zukunft so bleibt. Denn wie Kamm berichtete, musste die BI im vergangenen Jahr zum ersten Mal an die Reserven gehen, weil etwas mehr ausgegeben als hauptsächlich durch Spenden im mittleren fünfstelligen Bereich eingenommen wurde. Positives hatte auch Otto Lixfeld zu berichten. Der Vorsitzende des ebenfalls gegen den Windpark Hilsberg kämpfenden Vogelschutzvereins sagte, dass dieser im vergangenen Jahr, seitdem er als Umweltverband anerkannt ist und gerichtlich gegen den Windpark vorgehen kann, seine Mitgliederzahl um mehr als 100 Prozent gesteigert hat. Und Lixfeld ist zuversichtlich, dass der Verein im Hauptsacheverfahren vor Gericht das bessere Ende für sich erhält.

Auch Leinweber machte nach einem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2013 (die OP berichtete), das mit einem „katastrophalen Eingriff in die Natur endete“ den Mitgliedern Hoffnung: „Wir sind guten Mutes, dass wir das nächste Mal als Sieger vom Platz gehen.“

Standortgegner hadern mit Regierungspräsidium

Bisher verfüge Bad Endbach nur über eine vorläufige Baugenehmigung und im Hauptverfahren vor dem Verwaltungsgericht würden die Karten wieder neu gemischt, dann müssten auch die naturschutzrechtlichen Dinge beachtet werden, die im Eilverfahren gegen den sofortigen Vollzug der Baugenehmigung nicht zugelassen wurden.

Gleiches meinte auch Lixfeld, der monierte vom Gutachter der Gegenseite als Hobbyornithologen tituliert worden zu sein, er, der seit 40 Jahren die Vogelwelt auf dem Hilsberg beobachtet. Nicht ernst genommen, so lautete auch der Tenor von Leinweber, wenn er über die mangelnde Unterstützung der Politiker sprach oder davon, dass Anfragen vom Regierungspräsidium in Gießen „nicht umfänglich beantwortete werden“. So zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Absinken des Wasserspiegels am Biotop „Schwarzer Stein“ (siehe obenstehenden Artikel). Dazu gebe es noch keine Erklärung des RP und wenn dies so bleibe, werde man wohl Anzeige erstatten, sagte Leinweber.

Dazu passte die Losung von Jurkats Ausblick auf zukünftige Aktivitäten, den er übertitelte: „Wir sollten auch in Zukunft nicht ruhig sein“. An Informationsveranstaltungen kündigte er Vorträge mit namhaften Naturschützern, eine Wanderung mit Klaus Gillmann und einen Sponsorenlauf für den Vogelschutzverein an.

von Gianfranco Fain

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