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Buchenauer feiern sich in Form

30 Jahre Gesellschaft Lahnlust Buchenauer feiern sich in Form

Musik schallt aus dem Festzelt über das Gelände und mischt sich mit dem Gemurmel aus hunderten Kehlen zu einem festlichen Klang: Lahnlust feiert Jubelfest am Burgberg.

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Hinter dem Spielmannszug und der Lahnlust-Fahne formierte sich ein Festzug mit Komitee (schwarze Hemden) und Gesellschaften zur Schutzhütte am Burgberg.
Fotos: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Buchenau. An der Schutzhütte auf dem Burgberg feierte die Grenzgangs-Gesellschaft „Lahnlust“ am Samstag ihr 30-jähriges Bestehen an der Seite von befreundeten Gesellschaften und Buchenauer Bürgern.

Während des kurzen Festaktes zu Beginn der Veranstaltung, würdigte Bürgeroberst Dieter Veit die Lahnlustler als eine junge Gesellschaft, die sich „gut in die Grenzgangsgemeinschaft eingefügt“ habe. Danach hob Ortsvorsteher Andreas Feußner den Stellenwert der Gesellschaften und insbesondere der Jubilarin für das Dorf hervor und betonte treffend: „30 Jahre Lahnlust: Das sind 30 Jahre für Buchenau und unser großes Heimatfest!“ Im Januar 1983 war die Gesellschaft auf Initiative von Karl Kuschmann und 17 weiteren Männern gegründet worden. Ihren wohlklingenden Namen verdankt die Gesellschaft der Ideenlosigkeit ihrer Gründer: „Uns wollte partout kein Name einfallen“, erinnerte Lothar Dönges, einer von sechs Vorständen. Weil aber alle Teilnehmer der Ur-Versammlung dem örtlichen Fußballverein nahe standen, gaben die Herren ihrer neuen Gesellschaft den FSV-Beinahmen „Lahnlust“. Geplant war zunächst eine reine Männergesellschaft. Doch nahmen von Beginn an die Partnerinnen der Mitglieder - wenn auch bis heute ohne Stimmrecht - an den Zusammenkünften teil. „Und das hat uns gut getan“, sagte Dönges und würdigte die Lahnlust-Damen als gute Ideengeberinnen mit Organisationstalent. Einen guten Namen machte sich die Gesellschaft als Veranstalterin besonderer Feste - vom Italienischen Abend über Karaoke-Wettbewerbe und das Lampionfest mit Auto-Verlosung bis zum überörtlich bekannten Tauzieh-Wettbewerb. Außerdem gaben die Lahnlustler die Initiative für die traditionelle Mai-Wanderung sowie für das „Spiel ohne Grenzen“ unter den Buchenauer Gesellschaften. Ein besonderer Höhepunkt in der 30-jährigen Geschichte war der Grenzgang 2006, bei dem die kleine Gesellschaft mit Karl-Heinz Grebe sogar den Bürgeroberst stellte.

Begonnen hatte das Jubiläum am Samstag mit einem kurzen Festumzug, dem sich unter Führung des Buchenauer Spielmannszuges bei bestem Sommerwetter das Komitee und Fahnenabordnungen der befreundeten Gesellschaften angeschlossen hatten.

Den festlichen Rahmen auf dem Burgberg nutze die Lahnlust für zwei Ehrungen: Besonderen Dank richtete der Vorstand an Rosel Brössel. Denn als zum Grenzgang 1985 noch eine Gesellschaftsfahne fehlte, schuf Brössel in mühe- und kunstvoller Handarbeit das Banner, unter dem die Lahnlustler laufen. Dem „Gründervater“ Karl Kusch­mann übergab der Vorstand eine Ehrenurkunde. „Wer weiß, ob wir heute hätten feiern können, wenn er nicht die Idee zur Lahnlust gehabt hätte“, betonte Dönges, bevor die Gesellschaft ihrem Dorf ein Geschenk machte: Für das Vorzimmer des Ortsvorsteher-Büros im alten Rathaus stiftete die Lahnlust als menschengroße Symbolfigur eine Wettläufer-Puppe.

Im Anschluss an den offiziellen Teil spielte zunächst der Spielmannszug und später sorgte Diskjockey Wolfgang Becker für Stimmung im Festzelt und der angrenzenden Schutzhütte, wo sich bis in die tiefe Nacht hinein die Lahnlustler in ihren typischen Karo-Hemden um das Wohl ihrer fröhlich feiernden Geburtstagsgäste sorgten.

von Benedikt Bernshausen

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