Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Buchenauer Lust auf neues Sportheim

FSV Lahnlust Buchenauer Lust auf neues Sportheim

Trotz des zweimaligen 
Abstiegs in Folge plant der FSV Buchenau für die Zukunft der Nachwuchskicker. Zurzeit wird Geld gesammelt, im nächsten Jahr soll der Bau des neuen Sportheimes beginnen.

Voriger Artikel
Das Optimieren ist schon vorgesehen
Nächster Artikel
Mehrere Tausend Liter Maschinenöl ausgelaufen

Ein ähnliches Aussehen wie das derzeitige Sportheim soll das in Ständerbauweise zu errichtende neue Vereinsheim des FSV Lahnlust Buchenau haben, aber größer wird es werden.

Quelle: Gianfranco Fain

Buchenau. An den Lahnwiesen in Buchenau ziehen alle an einem Strang. Der neue Vorstand des Fußballvereins will sich zwar noch in einer Mitgliederversammlung absichern lassen, doch die Pläne für den Bau eines neuen Sportheimes werden massiv vorangetrieben. Momentan bemühe sich der Vorstand, die nötige Geldsumme zusammenzubekommen, erklärt Armin Tiemann als einer der beiden Vorsitzenden des Vereins.

In der vergangenen Woche sicherte auch der Förderkreis der Lahnlust Fußballer seine Unterstützung zu. Die Förderkreismitglieder sehen in dem Neubau eine Zukunftsinvestition, die in erster Linie den heutigen Nachwuchsspielern zugute kommen wird. Derzeit bietet der FSV Lahnlust Buchenau rund 170 Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat. Die Jugendförderung ist eines der Hauptanliegen des Förderkreises.

Der Neubau ist allerdings nicht nur im Verein ein Thema, sondern auch an den Stammtischen im Dautphetaler Ortsteil. Schließlich strebt der Verein eine Investition von rund 327.000 Euro an, obwohl die 
Seniorenmannschaft gerade von der Gruppenliga aus zweimal in Folge abgestiegen ist.

Sanierung hätte 100.000 Euro gekostet

Der Startschuss für das „Projekt Zukunft“ fiel vor anderthalb Jahren, bei der Vorstellung der Bau-Idee während der Jahreshauptversammlung. Damals beauftragte die Versammlung den Vorstand, die Planungen voranzutreiben.
Problemlösung fürs Dreifache statt Sanierung

Ausgangspunkt war die Notwendigkeit, das 1977 gebaute 
Vereinsheim aus energetischen Gründen zu sanieren oder umzubauen. Rund 100.000 Euro hätte dies laut Kostenvoranschlägen gekostet „und dann hätten wir immer noch die alte Hülle mit den vielen Raumproblemen gehabt“, gibt FSV-Pressesprecher Lothar Dönges zu bedenken.

Zum Beispiel die konfliktträchtige Situation, dass zwei Teams eine Umkleide nutzen müssen oder dass es keine nach Geschlechtern getrennten Sanitäranlagen gibt, in einer Zeit, in der die Zahl der Fußballerinnen zunimmt und auch immer öfter weibliche Schiedsrichter zum Einsatz kommen, ein unhaltbarer Zustand.

Die Garagen ziehen um

Diese Widrigkeiten lassen sich mit einem neu gebauten Sportheim beenden. Der Neubau wird breiter als das jetzige Heim. Dazu wird die Fläche des Vordaches umbaut und eine Überdachung für die Zuschauer näher ans Spielfeld herangerückt, etwa bis zur Umrandung des Sportplatzes.

Anstelle der Holzbaracke im Zugangsbereich werden dort die beiden Garagen vom anderen Ende des Sportheimes hingerückt, wodurch der bisherige Standort der als Lager dienenden Garagen umbaut werden kann. Dadurch entfällt künftig auch, dass die Getränkebehälter durch die Zuschauerreihen bis in den Schankraum transportiert werden.

Die Größe des Funktionsbereichs werde sich laut Dönges durch den Neubau zwar nicht ändern, aber dem Verein stünden dann neue sanitäre Anlagen und vier Umkleiden zur 
Verfügung.

Abwasserentsorgung 
ist noch offen

Mittlerweile liegt die Genehmigung des Kreisbauamtes vor, die Anträge auf Zuschüsse des Landes sind eingereicht und zudem steht das Projekt auf der Prioritätenliste des Kreises für Sportanlagen auf Platz eins. Die Vereinsverantwortlichen gehen davon aus, dass der Finanzierungsplan noch vor der nächsten Sommerpause den Mitgliedern vorgestellt wird.

Bis dahin soll auch geklärt sein, wie der fehlende Kanalanschluss behoben wird: durch eine Hauskläranlage oder den Anschluss ans Kanalnetz im Katzenbachtal. Letzteres würde die Bausumme von rund 327.000 noch um 50.000 Euro erhöhen.

Abriss und Neubau würden dann möglichst außerhalb der Spielzeit im November 2017 erfolgen. Das Gebäude in Ständerbauweise würde nach maximal vier Wochen stehen, danach könnten sich die Vereinsmitglieder an den Innenausbau machen.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr