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Brücke hält Wassermassen nicht stand

Hochwasser Brücke hält Wassermassen nicht stand

Das Lahn-Hochwasser hat die obere der beiden Biedenkopfer Behelfsbrücken fortgespült. Helfer des Technischen Hilfswerks sicherten das abgetriebene Bauwerk am Ufer.

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Während die Hütter Brücker fortgespühlt wurde, haben die Helfer vom Technischen Hilfswerk die Bleiche-Brücke noch in der Nacht zu Mittwoch gesichert. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Der Regen der vergangenen Tage hatte den Wasserspiegel der Lahn ansteigen lassen. Nach dem Starkregen am Dienstagabend erreichten der Pegel einen Höchststand, Fluten und Treibgut bedrohte daraufhin die obere der beiden Biedenkopfer Behelfsbrücken die „Hütter Brücke“ - nahe Ludwigshütte. Die alarmierten Helfer des Technischen Hilfswerks sicherten die Brücke zunächst mit Spanngurten und versuchten das davor aufgestaute Treibgut vom Ufer aus zu entfernen.

Gegen 23.30 Uhr allerdings hielten die kräftigen Gurte dem Wasserdruck nicht mehr Stand und rissen ab, worauf die 20 Meter lange Holzkonstruktion in einem Stück vom Ufer fortgespült wurde. Etwa 100 Meter unterhalb setzte sich das Bauwerk dann vor einer kleinen Lahninsel fest.

Zur Sicherheit - sollte sich die „Hütter Brücke“ erneut in Bewegung setzen - wurden die flussabwärts befindliche Obermühlsbrücke sowie die untere Behelfsbrücke an der Bleiche, die zusätzlich mit Greifzügen und Gewichten gesichert worden war, gesperrt.Am Mittwochmittag, im Tageslicht, begannen schließlich die Sicherungsarbeiten an der losgelösten Hütter Brücke. Mehrere Helfer des Technischen Hilfswerks befestigten das Bauwerk mit großen Spanngurten am Ufer. Die Bergung könne erst beginnen, wenn der Wasserpegel weiter abgesinke, erklärte Felix Hoch vom THW. Die Schadenshöhe an der Brücke, die der Stadt Biedenkopf gehört und in jedem Jahr vom Biedenkopfer THW aufgebaut wird, ist noch unbekannt. Ebenso, ob die Brücke in diesem Jahr noch einmal aufgebaut wird.

Ein interessanter Randaspekt: Anders, als auch von den Helfern vermutet, hatte diesmal der Perfstausee keinen Einfluss auf den Lahn-Pegel. Denn der See-Pegel hatte sich während des gestrigen Schauers nur unbedeutend verändert. Vielmehr hatten die Fluten ihren Ursprung schon am Lahnoberlauf im Wittgensteiner Land.

von Benedikt Bernshausen

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