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Broschüre soll Impulse geben

Kita3K Broschüre soll Impulse geben

Mitarbeiter der Universität Gießen begleiteten das Kinderbetreuungs-Pilotprojekt „KiTa3K“, das in kirchlich-kommunaler Kooperation initiiert ­wurde. Eine Broschüre gibt jetzt Aufschluss über den Erfolg des Projekts.

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Bürgermeister Bernd Schmidt (links) und Ulrich Seibel, Leiter der Agentur „KiTa3K“, stellten die Broschüre „Gemeinsam stark für ­Familie“ und damit eine wissenschaftliche Dokumentation über das Modellprojekt „KiTa3k“ vor.

Quelle: Klaus Peter

Dautphe. Im Jahr 2008 wurde das Pilotprojekt „Kinder-Tagesbetreuung in kirchlich-kommunaler Kooperation“ (KiTa3K) aus der Taufe gehoben. Die Kommunen Angelburg, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal und Steffenberg sowie der evangelischen Dekanate Biedenkopf und Gladenbach entschieden sich mit Unterstützung des Landes Hessen und der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau zu kooperieren.

Förderung ist ausgelaufen

Die Zusammenarbeit in der Kindertagesbetreuung war der Einsicht geschuldet, dass kleine Kommunen und Träger zunehmend überfordert sind. Das Pilotprojekt sollte neue Ansätze ermöglichen und war auf fünf Jahre ausgelegt. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von der Universität Gießen.

Die wesentlichen Erkenntnisse der Studie sind in einer Broschüre festgehalten. Wie Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt berichtete, habe die Gemeinde Dautphetal vor dem Start des Pilotprojektes einen Kinderbedarfsplan entwickelt und diesen mit der evangelischen Kirche abgestimmt. Dabei sei aufgefallen, dass es viele Gemeinsamkeiten gäbe. Danach sei mit dem damaligen Dekan Matthias Ullrich die Idee entwickelt worden, über Dautphetal hinaus ein Kooperationsmodell mit insgesamt fünf Kommunen zu starten. Das Hessische Sozialministerium habe das Pilotprojekt, das ein Erfolgsmodell und einmalig in Hessen und wahrscheinlich auch in Deutschland sei, für fünf Jahre mit etwa 40 Prozent der anfallenden Kosten unterstützt, die sich jährlich, so Ulrich Seibel, Leiter der Agentur „KiTa3K“, bei 100000 Euro bewegten.

Das Modell habe sich sehr gut entwickelt. Deshalb werde in dieser Woche die Publikation von dem Hessischen Sozialministerium an alle hessischen Kommunen, Träger von Kindertagesstätten und Fachverbänden verschickt. Es soll dazu ermuntern, ein solches Kooperationsmodell einzugehen und das Erfolgsmodell zu übernehmen, sagte Seibel.

Das Pilotprojekt ist 2013 ausgelaufen und wird seither ohne Unterstützung durch das Sozialministerium weitergeführt. Die Gemeinde Steffenberg wird sich allerdings 2015 aus dem Projekt verabschieden.

„Wir wollen in der Region positive kinderfreundliche Politik betreiben, die auch Voraussetzung dafür ist, junge Familien zu halten“, erklärte Schmidt. Inhaltlich wichtige Ergebnisse spiegeln sich in dieser Broschüre wider, wobei Schmidt und Seibel hoffen, dass sich dem hiesigen „KiTa3K“-Verbund weitere Kommunen und Träger aus der Region anschließen. Damit werde dann auch diese trägerübergreifenden Kooperationen mittel- und langfristig gesichert.

„KiTa3K“ wird sich in der Zukunft den veränderten Aufgaben stellen und anpassen, erklärte Seibel. Die Broschüre enthält eine Einleitung und theoretischen Grundlagen, Vorstellung des Modellprojektes „KiTa3K“, eine Bewertung durch die Nutzer und gibt einen Blick in die Zukunft.

von Klaus Peter

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