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Wiesenbach profitiert vom Spiel

„Dolles Dorf“ 2017 Wiesenbach profitiert vom Spiel

Gekämpft und doch 
verloren: Im Finale um den Titel „Dolles Dorf“ und der Trophäe „Goldener Onkel Otto“ unterlag Wiesenbach am Sonntagabend knapp dem Ort Hombressen.

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Trotz Kälte war Fingerspitzengefühl und eine Wiegehand gefragt (von links): Daniel Pfeiffer, Christoph Felkl und Yvonne Oschmann im Einsatz für Wiesenbach.

Quelle: Tim Wegner

Wiesenbach. Einen Tag nach dem Finale um den Titel „Dolles Dorf“ ist Breidenbachs Bürgermeister Christoph Felkl (SPD) immer noch euphorisch. Das war eine „Riesen-Gaudi“, erzählte er am Montag. Dass es für die Wiesenbacher am Ende nur für den zweiten Platz und den „Silbernen Onkel Otto“ reichte ( die OP berichtete),­ nimmt er sportlich. „Der Beste hat gewonnen“, kommentiert er den Sieg des nordhessischen Ortes Hombressen gelassen.

Völlig unabhängig von der Platzierung im Finale habe Wiesenbach von dem Wettbewerb enorm profitiert. Viel Spontaneität und Kreativität sei zu Tage getreten und auch der Zusammenhalt sei weiter gewachsen, sagt der Bürgermeister, der selbst Wiesenbacher ist.

Felkl hat bislang noch keine Aufzeichnung der Sendung gesehen. Und was das Schwierigste während der 90-minütigen Live-Sendung gewesen sei, die vom Hessentag in Rüsselsheim übertragen wurde, vermag er auf Anhieb gar nicht zu sagen. „Wir waren eineinhalb Stunden im Tunnel“, sagt er.

Bürgermeister: Einmalige Erfahrung

Nahezu ohne Unterbrechung hätten die Mitarbeiter des hr den drei Wiesenbacher Mitspielern Yvonne Oschmann, Daniel Pfeiffer und ihm selbst gesagt, wo sie zu stehen und was sie zu tun haben. Am ehesten fällt ihm noch sein erstes Spiel ein, bei dem er eine Brotzeit zubereiten musste.

Da habe er doch am ­Ende glatt vergessen, die „doofe­ Glocke“ zu schlagen und so wertvolle Sekunden verloren. Egal, die vielen positiven Eindrücke überwiegen bei Weitem. „Wir sind alle froh und stolz, dass wir uns achtbar geschlagen haben“, sagt Christoph Felkl. Und die absolut einmalige, sehr schöne Erfahrungen könne ihnen ohnehin niemand mehr nehmen.

Die endeten übrigens nicht um 19.30 Uhr. Noch weitere drei Stunden waren die Wiesenbacher bis zur Busabfahrt in Rüsselsheim und halfen der Live-Crew unentgeltlich dabei, ein Fässchen Bier zu leeren.

Seinen Platz finden soll der „Silberne Onkel Otto“ übrigens im Bürgerhaus. Noch ist er allerdings beim Filius von Mitspieler Daniel Pfeiffer. Der musste­ nämlich wegen des Wettbewerbs an seinem Geburtstag auf seinen Vater verzichten.

Dafür konnte er ihn und ­seine Mitstreiter im Fernsehen ­beobachten und die Daumen drücken. Erst spielte Yvonne Oschmann gegen Florian aus Großenhausen, der schließlich der Herrscher über die umgedrehten Pappteller wurde. Das Ergebnis des ersten Spiels: ­Wiesenbach ist auf Rang drei.

Am Ende fehlen drei Punkte

Dann trat Bürgermeister Christoph Felkl auf einem „Beachparcours“ gegen einen Mitspieler aus Bonbaden an. Der wegen seines Werbe-Auftritts in einem rosa Hasen-Plüschkostüm laut Moderatorin „der coole und lockerste Politiker Hessens“ muss eine acht Meter hohe Kletterwand hinaufklettern, um sich dort oben einen Rucksack zu holen. Dann gilt es, einen Cocktail einzusammeln und mit dem Inhalt des Rucksacks, unter anderem eine Decke und ein Brot, auf einem Tisch eine kleine Brotzeit herzurichten. 70 Sekunden benötigte der Mann aus Bonbaden, 89 Sekunden der Wiesenbacher – die längste Zeit aller vier Teilnehmer.

Im dritten Spiel müssen Yvonne Oschmann und Daniel Pfeiffer Gegenstände aus einem verdreckten Aquarium fischen, ertasten und abspülen. Das Ergebnis ist relativ ausgeglichen.

Im vierten Spiel: Ein Mitspieler muss innerhalb von 45 ­Sekunden Wasserbomben in eine Kiepe werfen, die der andere auf seinem Rücken trägt. Nach schwachem Start finden Felkl und Pfeiffer den richtigen Rhythmus: zweiter Platz, zwölf Punkte. Beim Gewichte schätzen zeigen die drei Spieler aus Wiesenbach das richtige Fingerspitzengefühl und Eis in eine Schüssel füllen lässt das Team auf den zweiten Platz vorrücken.

Zum Schluss müssen die drei Spieler Begriffe erklären und raten. Genauer gesagt: Ein Mitspieler erklärt, natürlich ohne­ Bestandteile des jeweiligen Wortes benutzen zu dürfen, zwei Mitspieler versuchen, den Begriff zu erraten. Wiesenbach hatte 45 seiner 46 Punkte gesetzt und kam auf 91 Punkte, drei ­weniger als Hombressen.

von Hartmut Bünger

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