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Bürgermeister kontert Kritik

Feuerwehr Breidenbach Bürgermeister kontert Kritik

Das Thema Wertschätzung hat die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Breidenbacher Feuerwehren wie ein roter ­Faden durchzogen.

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Die Breidenbacher Wehrleute haben im vergangenen Jahr eine Großübung im Altenheim Haus Maria absolviert.

Quelle: Sascha Valentin

Breidenbach. Vor allem die ­Ehrengäste wiesen darauf hin, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr für das Gemeinwohl ist. Von der Gesellschaft werde oftmals nicht ausreichend wahrgenommen, dass sich die Feuerwehrleute auch über ihre Einsätze hinaus für die Bürger einsetzten, sagte Landrätin Kirsten Fründt (SPD).

Bürgermeister Christoph Felkl (SPD) sagte dagegen: „Wir ­haben viele Baustellen, die wir nicht alle auf einmal abarbeiten können.“ Die Feuerwehren seien der Gemeinde aber viel Wert, wie nicht zuletzt die geplante Anschaffung großer Einsatzfahrzeuge im Gesamtwert von rund 700.000 Euro für Breidenbach und Oberdieten belege.

Dass der Bedarfs- und Entwicklungsplan teilweise aus den Reihen der Feuerwehr als „Lügenbuch“ tituliert werde, ärgere ihn daher maßlos. Dennoch: Mit ihm werde es definitiv keine Zusammenlegung von Ortsteilwehren geben, räumte der Bürgermeister mit einem Gerücht auf.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer warb bei seinen Breidenbacher Kameraden um Verständnis dafür, dass es pro Jahr nur eine begrenzte Zahl an Ausbildungsplätzen gibt, denn auch die Ausbildung in der Feuerwehr geschehe ehrenamtlich.

Gemeindebrandinspektor kündigt seinen Rückzug für 2018 an

Weiter wies Schäfer darauf hin, dass im zweiten Quartal dieses Jahres die Pager für den Digitalfunk geliefert werden sollen. Wann die Umstellung der Sirenensteuerung auf Digitaltechnik erfolge, sei aber noch offen.

Schließlich meldete sich auch der stellvertretende Leiter der Werksfeuerwehr Buderus, Jürgen Hoffmann, zu Wort und bot den Breidenbachern Unterstützung an, für den Fall, dass sie einmal den neuen Gerätewagen Logistik benötigten.

Noch ein weiteres Thema bewegte die Anwesenden: Nachdem er seinen Bericht abgegeben hatte, in dem er unter anderem auf die 22 Einsätze im Jahr 2016 sowie das fortgeschrittene Alter von fünf weiteren Einsatzfahrzeugen eingegangen war, teilte Gemeindebrandinspektor Klaus Baron mit, bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr für dieses Amt zu kandidieren.

Eine erfreuliche Entwicklung vermeldete Gemeindejugendfeuerwehrwart René Stefan: So ist die Zahl der Mitglieder in den Jugendfeuerwehren im vergangenen Jahr um sechs gestiegen. Damit trotzen die Breidenbacher dem landesweiten Trend sinkender Mitgliederzahlen beim Nachwuchs.

von Sascha Valentin

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