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Breidenbachs Datenautobahn wird schneller

Breitband GmbH Breidenbachs Datenautobahn wird schneller

In Sachen Breitband liegt Breidenbach im Landesschnitt weit vorne: Fast alle Nutzer surfen mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde: Aber: 50 ist das neue 30 – und Breidenbach ist wieder abgeschlagen.

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Das Glasfaserkabelnetz im Hinterland wird verbessert. Bald soll niemand mit weniger als 50 Mbit/s surfen.

Quelle: Julian Stratenschulte / dpa

Breidenbach. Keine zwei Jahre ist es her, dass in Marburg-Biedenkopf als erstem Landkreis in ganz Deutschland ein flächendeckendes Breitband-Netz in Betrieb genommen wurde. Es versorgt 98 Prozent aller Haushalte mit einer Download-­Geschwindigkeit von mindestens 25 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Vielen Haushalten im Hinterland verschaffte das neue Netz sogar schnellere Geschwindigkeiten. Knapp 3000 der insgesamt 3350 Anschlüssen in Breidenbach zum Beispiel liefern mindestens 30 Mbit/s, jeder fünfte sogar 50. Zehn Millionen Euro haben Landkreis und Kommunen am Kooperationsprojekt mit der Telekom damals bezahlt – aus eigener Tasche.

Aber: Kaum ist die rasante Zufahrt zur Datenautobahn eingefahren, gilt sie schon als zu langsam. Wer mit weniger als 30 Mbit/s surft, bekommt heute das Prädikat „unterversorgt“. 50 Mbit/s gibt die Politik als neuen Standard aus. Das leisten drei von vier Anschlüsse in Deutschland, aber eben nur jeder Fünfte in Breidenbach.

Bernhardt sieht Chance auf weitere Fördermittel

Zwei Milliarden Euro verteilt der Bund für den weiteren Datenautobahn-Bau im Deutschland. Marburg-Biedenkopf bekommt davon 5,2 Millionen Euro. Das Land Hessen legt noch mal drei Millionen Euro drauf. Den Restbetrag von 2,2 Millionen Euro teilen sich der Landkreis und die Kommunen.

Der Eigenanteil der Gemeinde­ Breidenbach liegt bei 57.453 Euro der 523.000 Euro, die dort investiert werden sollen. Das hat der Geschäftsführer der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH, Klaus Bernhardt, in der jüngsten Sitzung der Gemeinde­vertretung berichtet. Rund 330 Anschlüsse sind betroffen.

„Wir hoffen, dass wir im Sommer Angebote haben“, sagte Bernhardt in der Sitzung. Und dass die nicht groß von den ­eigenen Vorstellungen abweichen. Sonst müssen die Kommunen mehr zahlen oder Abstriche machen. Die Netzerweiterung soll 2018 über die Bühne sein.

Zusätzlich baut die Telekom auf eigene Kosten alle Anschlüsse aus, die weniger als 500 Meter von einem Verteilerkasten entfernt liegen, 591 in Breidenbach.
Laut Bernhardt sei es gar „nicht schlecht, wenn man aktuell nicht in der Spitzenposition steht“, das erhöhe die Chance auf weiteres Fördergeld.

22 Kommunen im Kreis in Hotspot-Initiative

Er berichtete den Gemeindevertretern noch vom gemeinsamen Vorstoß der fünf mittelhessischen Landkreise für digitales WLAN auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden. Die Kreise wollen für die Hotspots eine technisch, wirtschaftlich und rechtlich einheitliche Lösung samt Mustervertrag erarbeiten, mit der die Städte und Gemeinden in Verhandlungen mit den Providern treten können.

„In Marburg-Biedenkopf machen alle 22 Kommunen mit“, berichtet Bernhardt. Sie haben einen Bedarf von insgesamt 113 Hotspots im Freien und weitere 237 in öffentlichen Gebäuden angemeldet. Marburg ist ­außen vor. Dort gibt es schon Hotspots, unter anderem am Bahnhof, auf dem Marktplatz, an Bushaltestellen, vor dem Kaufhaus Ahrens, im Georg-Gaßmann-Stadion und am Schloss.

Auch Breidenbach hat seinen Bedarf an Hotspots für die WLAN-Initiative gemeldet: ­einen im Freien in der Neuen Mitte und insgesamt zwölf in den sieben Bürger- und Dorfgemeinschaftshäusern der Ortsteile.

von Birgit Heimrich

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