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Ahnenforschung zum Anfassen

Genealogen Ahnenforschung zum Anfassen

Familiengeschichte der jüngeren Generation vermitteln – diesem Ziel hat sich der Arbeitskreis der Hinterländer Genealogen verschrieben, der an diesem Wochenende in Oberdieten sein 20-jähriges ­Bestehen feiert.

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Mit einer Ausstellung zeigen die Genealogen, wie sie bei der Ahnenforschung vorgehen.

Quelle: Sascha Valentin

Oberdieten. Mit einer Ausstellung im Bürgerhaus geben die Familienforscher an diesem Wochenende einen Einblick in ihre Arbeit. Dort zeigen sie Stammbäume und Ortsfamilienbücher, stellen Computerprogramme vor, die ihnen die Arbeit erleichtern, oder zeigen Fotos und Ahnentafeln. Das Programm wird durch Vorträge zu geschichtlichen Themen abgerundet.

Gegründet wurde die Gruppe­ im Oktober 1997 als Folge der Bemühungen, ein Familienbuch über Buchenau und den Filialort Elmshausen zu erstellen. Von den 25 Gründungsmitgliedern sind noch 10 ­aktiv in der Ahnenforschung tätig, erzählt Anneliese Westmeier.­ Neue kamen hinzu. Alle drei Monate treffen sich bis zu 25 Teilnehmer im Dorfcafé Oberdieten, um neue Projekte zu besprechen und familiäre Zusammenhänge aufzudecken – wie etwa das Projekt der Debus-Familien (DEFA). Diese machen die Genealogen über ihre Internetseite www.geschichte-im-hinterland.de allen interessierten Familienforschern zugänglich ( wir berichteten).

Offizielle Dokumente unterstützen die Arbeit

„Das Skelett der Genealogie sind Geburts-, Heirats- und Sterbedaten“, erklärt Westmeier. Diese finde man ab etwa 1875 in Standesamtsunterlagen. Frühere Daten müssten hingegen in Kirchenbüchern gesucht werden, was die Ahnenforscher oft vor eine besondere Herausforderung stelle. Denn diese Bücher sind handschriftlich verfasst – in Sütterlin – oder noch ältere in Frakturschrift.

Als weitere Quellen werden ­Archive mit Steuerlisten, Amtsrechnungen, Testamenten, Leichenpredigten, Katasterbestände sowie Datensammlungen von Schulen und Universitäten durchforstet, um ein umfassendes Bild zu bekommen.

Zudem wird es einen Rückblick über die vergangenen 20 Jahre Ahnenforschung im Hinterland sowie mehrere Kurzvorträge geben. Am Samstag, 21. Oktober, werden etwa die Themen „Ehescheidungen in der frühen Neuzeit“, „Hinterländer Feldpostbriefe des 1. Weltkriegs“, „Industriegeschichte der Region“ und das „Internet als Hilfsmittel zur Familienforschung“ behandelt. Am Sonntag stehen zudem die „Mühlen und Müllerfamilien im Salzbödetal“ sowie „Diebes- und Räuberbanden im hessischen Hinterland“ auf der Agenda.

  • Die Ausstellung des Arbeitskreises kann am Samstag von 15 bis 19 und am Sonntag von 10.30 bis 18 Uhr besucht werden.

von Sascha Valentin

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