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Strafe erhöht sich von 600 auf 1000 Euro

Aus dem Amtsgericht Strafe erhöht sich von 600 auf 1000 Euro

Im Februar 2014 versuchten drei Männer in Breidenbach gewaltsam in eine Wohnung zu gelangen. Für einen von ihnen hatte dies jetzt ein zweites gerichtliches Nachspiel.

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Weil er eine Geldbuße nicht zahlte, musst ein Breidenbacher erneut vor Gericht.

Quelle: Lupo / pixelio.de

Marburg. Laut Anklage hielt der Mann einen Baseballschläger in die Tür, den der Wohnungsinhaber jedoch mit Hilfe eines weiteren Mannes zurückstoßen und die Tür schließen konnte. Der Hintergrund der Tat blieb unklar. Der heute 23-Jährige gab die Vorwürfe zwar zu, sagte jedoch im Hinblick auf einen Mittäter nur „in meiner Erinnerung ging es wohl um Geld“.

Eigentlich war die Sache für den Breidenbacher bereits 2015 erledigt, als das Amtsgericht das Verfahren gegen ihn mit einer Arbeitsauflage von 60 Stunden vorläufig einstellte. Wegen Aufnahme einer Arbeit beantragte er später, die Strafe in eine Geldzahlung umzuwandeln. Die 600 Euro zahlte er jedoch nicht, deshalb kam es zu der erneuten Verhandlung. „Er hat die Post nicht bekommen“, erklärte sein Verteidiger, „die kam zu seiner Mutter und das Verhältnis ist nicht das Beste.“

Bei Nichtzahlung droht Arrest

„Wir unterbrechen fünf Minuten, und sie gehen zum Geldautomat“, regte Staatsanwalt Christian Laubach an. Aufgrund Geldmangels sei dies jedoch nicht möglich, so der Angeklagte. Er wurde letztlich nach ­Jugendrecht, zum Tatzeitpunkt war er mit 19 Jahren noch Heranwachsender, wegen versuchter Nötigung zu einer Geldauflage von 1000 Euro verurteilt.

Der Vorsitzende, Richter Dirk Schauß, hob hervor, dass die Tat „in der Nähe eines Raubüberfalls lag, wären sie reingekommen, hätte es sicher keinen Kaffeeklatsch gegeben“, es sei also durchaus keine Lappalie.

Weil alle Beteiligten Rechtsmittelverzicht erklärten, ist das Urteil rechtskräftig. Schauß betonte, dass bei erneut ausbleibender Zahlung Arrest drohe.­ „Und ein Arbeitgeber findet es bestimmt nicht gut, wenn Sie mehrere Tage nicht zur Verfügung stehen.“

von Heiko Krause

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