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Neuer Vertrag birgt keinen Gebührenautomatismus

4 Fragen, 4 Antworten Neuer Vertrag birgt keinen Gebührenautomatismus

Ausschreibung des Müllabfuhrzweckverbandes Biedenkopf führt 2018 zu neuem Abfuhrpartner

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Anja Reichel ist die Geschäftsstellenleiterin des MZV Biedenkopf.

Quelle: privat

Breidenbach. Über die möglichen Auswirkungen des neuen Abfuhrvertrages sprach die OP mit Anja Reichel, der Leiterin der Geschäftsstelle des Müllabfuhrzweckverbandes (MZV) Biedenkopf.

OP: Wie wirkt sich der neue Abfuhrvertrag für den MZV aus?
Anja Reichel: Schwer zu sagen. Wir betreten nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Abfuhrunternehmen Suez mit dem Ausschreibungsgewinner Knettenbrech + Gurdulic aus Wiesbaden Neuland. Es handelt sich um ein mittelständisches aufstrebendes Unternehmen. Wir gehen davon aus, dass alles zufriedenstellend läuft.

OP: Welche Auswirkungen hat der neue Abfuhrvertrag für ihre rund 100.000 Kunden?
Reichel: Keine. Ab dem 1. Januar geht alles wie gewohnt weiter. Es bleibt bei den bisherigen Abfuhrrhythmen und da wir die Abfallgefäße erworben haben, werden diese auch nicht ausgetauscht.

OP: Um wie viel teurer ist der neue Abfuhrvertrag im Vergleich zu dem bisherigen?
Reichel: Nachdem der jetzige Vertrag nach sieben Jahren zum 31. Dezember ausläuft, müssen wir nun eine Kostensteigerung von etwa 13 Prozent hinnehmen. Hört sich viel an, aber wir sind mit diesem Ergebnis maximal zufrieden, hatte man uns doch Mehrkosten von bis zu 40 Prozent prognostiziert. Die Preissteigerung von nicht einmal 2 Prozent pro vergangenem Jahr entspricht etwa der durchschnittlichen Inflationsrate und bleibt somit durchaus im Rahmen.

OP: Wird der MZV nun seine Gebühren anheben?
Reichel: Zum heutigen Zeitpunkt kann keine Prognose abgegeben werden. In den vergangenen Jahren senkten wir die Gebühren oder hielten sie stabil, da wir erzielte Gewinne aus den Vorjahren an die Kunden zurückgaben. Derzeit kalkuliert ein Gutachter die Gebühren. Dabei wirken viele Faktoren zusammen, unter anderem auch die erzielten Preise für Wertstoffe, wie zum Beispiel Altpapier, oder die Entsorgungskosten. Mit dem neuen Abfuhrvertrag ist jedenfalls keine automatische Gebührenerhöhung verbunden.

von Gianfranco Fain

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