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Brand im Pellet-Lager macht Wehren zu schaffen

Feuer bei der Firma Hof Brand im Pellet-Lager macht Wehren zu schaffen

Das Strohpellet-Lager der Firma Hof im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal brannte am Sonntag. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Rauchschwaden über der Firma Hof lockten, trotz des ungemütlichen Wetters, zahlreiche Schaulustige an. Im Einsatz waren insgesamt 80 Feuerwehrleute. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtete der Flutlichtwagen der Feuerwehr Marburg die Einsatzstelle aus.

Quelle: Tobias Hirsch

Mornshausen/S. Bis in die Abendstunden hinein waren Feuerwehrleute gestern damit beschäftigt, einen am frühen Nachmittag gemeldeten Brand in einem Strohpellet-Bunker der Firma Hof zu löschen.
Die Firma Hof Sonderanlagenbau im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal heizt seit ein paar Jahren mit Strohpellets. Im Vorratsbunker für die Heizanlage brannte es gestern. Gelagert waren dort, nach Auskunft von Kreisfeuerwehr-Pressesprecher Stefan Schienbein, etwa zwei bis drei Tonnen Pellets.

Feuer, Firma Hof, Mornshausen. Foto: Tobias Hirsch

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Als die ersten Feuerwehren eintrafen, loderten die Flammen aus dem Bunker. Nachdem das Feuer, zunächst durch den Einsatz von Wasser, eingedämmt war und keine akute Gefahr mehr für das angrenzende Produktionsgebäude bestand, ließen die Einsatzkräfte ein Schaum-Wasser-Gemisch auf die Pellets laufen. Weitere Option war der Einsatz von größeren Mengen an Kohlendioxid, um dem Feuer den Sauerstoff zu nehmen. Das war allerdings nicht mehr nötig. Gegen 19 Uhr war der immer wieder aufschwelende Brand in der großen Masse an Pellets vollständig gelöscht. 

Vor Ort waren Kräfte der Wehren aus Gladenbach, Mornshausen, Erdhausen, Rüchenbach und Kehlnbach. Zudem war der Leiterwagen aus Biedenkopf im Einsatz. In Reserve hielt die Marburger Wehr ein Großtanklöschfahrzeug. Am frühen Abend wurde das Flutlichtfahrzeug aus Marburg geordert, um die Einsatzstelle ausreichend ausleuchten zu können. Die Werksfeuerwehr Behring brachte ihren großen Lüfter zum Einsatz. Damit sollten Schäden durch Rauch in den Produktionshallen vermieden werden.

Im Einsatz waren insgesamt etwa 80 Feuerwehrleute. Die Ursache für den Brand konnte gestern noch nicht abschließend ermittelt werden. Ebenso ist die Schadenshöhe noch nicht abzuschätzen. Der Bunker, über den die Heizung automatisch mit Pellets versorgt wird, und der Anlagenteil, in dem das Material verbrannt wird, sind mit einer  Brandschutzmauer voneinander getrennt. Am Sonntagabend schien es nicht so, als ob die Produktion in dem Unternehmen gefährdet sei. Das Gebäude verfügt als Reserve über eine Gastherme.

von Hartmut Berge

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