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Brände ersticken mit dem Feuerlöscher

Feuerlöschertraining Brände ersticken mit dem Feuerlöscher

Beim „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Elmshausen konnten die Besucher beim Gerätehaus den richtigen Umgang mit den „tragbaren Kleinlöschgeräten“ trainieren.

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Feuerlöschertraining bei der Feuerwehr Elmshausen: Die meisten Brände, die im Haushalt entstehen könnten, lassen sich mit Pulver löschen.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Elmshausen. Im Ernstfall entscheiden oft Minuten, manchmal nur Sekunden: In solchen Fällen können mit dem passenden Feuerlöscher Brände gelöscht werden, bevor die Flammen außer Kontrolle geraten. Jedoch besteht keine generelle Pflicht zur Vorhaltung von „tragbaren Kleinlöschgeräten“ in hessischen Privathaushalten. Sinnvoll ist der Besitz eines solchen knallroten Brandbekämpfers aber in jedem Fall.

Die Handhabung ist einfach und auf dem Gerät beschrieben. „Doch im Fall der Fälle muss es schnell gehen“, betont Christoph Saffrich. Und deshalb empfiehlt der Jugendwart der Elmshäuser Feuerwehr ein Feuerlöscher-Training. „Das baut Berührungsängste ab und schafft Sicherheit im Umgang“, weiß Saffrich.

Von der Partnerwehr aus Holzhausen liehen sich die Elmshäuser für ihren „Tag der offenen Tür“ einen Trainingswagen aus. An dem ist eine Gasflasche angeschlossen, auf Knopfdruck entfacht sich daran ein Feuer.

Für das Training nutzt die Feuerwehr Feuerlöscher mit Pulverfüllung. Im ersten Schritt muss der Sicherungs-Pin oben am Löscher herausgezogen und danach im zweiten Schritt der Druckknopf kräftig eingedrückt werden.

Dabei wird die Membran einer im Löscher gelagerten Kartusche durchstoßen, aus der ein sogenanntes Triebmittel, das im Behälter in Sekundenbruchteilen hohen Druck aufbaut, ausströmt. Feuer sollten wenn möglich in Wind- oder Zugrichtung sowie von unten nach oben gelöscht werden.

Ist nach diesen Kriterien die beste Position ausgewählt, ist es ratsam, den Feuerlöscher - je nach Größe - zum Beispiel mit den Beinen zu halten, während die Löschpistole auf den Brandherd gerichtet und das Griffstück kräftigt gedrückt wird.

Mit großem Druck strömt schließlich das Pulver heraus und verteilt sich als dichte Wolke um die Flammen, die binnen Sekunden erlöschen sollten. „Das Pulver schließt nämlich den Sauerstoff vom Feuer aus“, erklärt Saffrich und berichtet, dass ein Zwölf-Kilogramm-Löscher seinen Pulver-Inhalt wenigstens über einen Zeitraum von 18 Sekunden ausstoßen sollte. Tatsächlich zeigt sich, dass die Besucher, die das besondere Angebot nutzen, beim ersten Versuch meist von dem großen Druck, mit dem das Pulver ausströmt, überrascht werden und der „Löschangriff“ so häufig erst beim zweiten Versuch gelingt. In jedem Jahr ergänzen den „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Elmshausen lehrreiche Aspekte, von der Geräteschau bis zur Fettbrandsimulation. „Wir versuchen immer auch besondere Brandschutz-Aktionen für die Besucher einzubauen“, erklärt Wehrführer Marco Werner. Zum Fest vor dem Gerätehaus kommen in jedem Jahr neben Teilen der Dorfbevölkerung Angehörige befreundeter Feuerwehren aus Warzenbach und den anderen Orten der Gemeinde Dautphetal. Doch vor allem auch für die 24 Aktiven und 13 Jugendlichen der Elmshäuser Wehr ist der „Tag der offenen Tür“ eine gute Gelegenheit, für die eigene, gute Sache zu werben. Besonders beim Nachwuchs geht das Konzept auf: So betonte zum Beispiel ein junger Teilnehmer am Feuerlöschertraining, dass er nach dem vergangenen Schnupperbesuch gern bei der Jugendfeuerwehr einsteigen wolle - die Verantwortlichen wird’s freuen.

Infos zur Einsatzabteilung, der Jugend- und Kinderfeuerwehr im Dautphetaler Ortsteil finden Sie unter www.feuerwehr-elmshausen.de im Internet.

von Benedikt Bernshausen

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