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Bolldorf räumt seinen Platz im Amt

Biedenkopf Bolldorf räumt seinen Platz im Amt

Heute hat Karl-Hermann Bolldorf nach fast zwei Jahrzehnten als Bürgermeister der Stadt Biedenkopf seinen letzten Einsatz im Rathaus.

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Ein letztes Mal wird Biedenkopfs langjähriger Bürgermeister Karl-Hermann Bolldorf am Freitag die Amtsgeschäfte im Rathaus leiten.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Karl-Hermann Bolldorf wäre gern länger im Amt geblieben. Doch die Wähler haben bei der Stichwahl am 26. Dezember anders entschieden. Die Mehrheit wollte einen Wechsel und sprach dem SPD-Kandidaten Joachim Thiemig ihr Vertrauen aus. Für den 62-jährigen Bolldorf war der Ausgang der Wahl ein Schock. Zwar hat er damit gerechnet, dass irgendwann Schluss ist – schließlich ist das Amt des Bürgermeisters ein Amt auf Zeit – doch auch nach 17 Jahren als Bürgermeister wollte Bolldorf weiter machen.

Die Übergabe der Büroaufgaben an den neuen Bürgermeister Joachim Thiemig ist bereits am Dienstag erfolgt. Am Freitag will Karl-Hermann Bolldorf sich von seinen Mitarbeitern verabschieden und sichergehen, dass er nichts Persönliches im Büro vergessen hat. „Zum Beispiel meinen Taschenwärmer, den habe ich schon seit 46 Jahren.“ Mit Wehmut blickt er auf seine lange Amtszeit zurück. Zum Glück habe er daran mitwirken können, dass sich Kaufland in Biedenkopf ansiedelt. Und wenn es möglich gewesen wäre, hätte er in Biedenkopf fünf Hallenbäder gebaut. Dann wäre sein Abgang ein anderer gewesen. Die Wahlniederlage schiebt er auf nur eine Entscheidung – Schließung des Wallauer Hallenbades – für dessen Sanierung es im Stadtparlament keine Mehrheit und auch keine bessere Idee gab. „Die Badfrage konnte nicht gelöst werden“, sagt Bolldorf enttäuscht.

Ganz weg von der politischen Bühne ist Bolldorf aber nicht. Er will sich nach 40 Jahren Mitgliedschaft in der CDU auch weiter einbringen. Er vergleicht sein politisches Engagement mit einer langen Ehe: Es gab viele Höhen und Tiefen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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