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Bodo Bach in Galdenbach: „Einfach herrlich!“

Comedy Bodo Bach in Galdenbach: „Einfach herrlich!“

Mit Anekdoten aus seinem Leben beglückte Bodo Bach die gut 250 Zuschauer an einem Abend im „Haus des Gastes“.

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Bodo Bach stellte zwei Stunden lang das Zwerchfell der Zuschauer im „Haus des Gastes“ auf eine Dauerprobe.

Quelle: Sonja Achenbach

Gladenbach. Er war zuvor noch nie in Gladenbach. Am Ende des Freitagabends verspricht er aber wiederzukommen. Die gut 250 Zuschauer hat Bodo Bach zu diesem Zeitpunkt längst auf seiner Seite.

Auch ohne telefonieren, dem altbekannten Teil seines Programms, ist der Abend kurzweilig und unterhaltsam gestaltet. Die Zuschauer lachen, johlen und klatschen den ganzen Abend. Dabei ist nichts und niemand vor seinem beißenden Humor sicher. Sein eigener Bauch zu dick, die Vorhänge auf der Bühne altbacken und wehe, wenn jemand einen Augenblick unaufmerksam ist und seiner Müdigkeit nachgibt.

Bach: So ein Hotel Mamma hätte ich auch nicht aufgegeben

Einmal gähnen am Anfang des Abends macht Edwin aus der ersten Reihe zum Verbündeten von Bodo Bach. Beide sind sie „Best-Ager“ und Edwin hat „bestimmt auch Kinder groß gezogen“. Sein Sohn Rüdiger wird 38 - und zwar in 13 Jahren, erzählt der Comedian aus Offenbach. Ein so gutes Hotel Mama hätte er auch nicht aufgegeben: Die Wäsche, das Essen und alle anderen Extras machen das Leben für Rüdiger einfach viel zu angenehm, da ist Bodo Bach sich sicher.

Dabei macht er sich um seinen Sohn eigentlich keine Gedanken. „Das mit den Mädels, das schafft er schon.“ Ein Problem sieht er da allerdings noch: Bisher konnte Bodo Bach bei Rüdiger das Thema Aufklärung vermeiden. In Deutschland sei das eh ein Thema, das gern vermieden würde. Bei den Italienern sei das was anderes. Schon auf der Karte vor der ein oder anderen Pizzeria steht für Bach Eindeutiges geschrieben: „Penne mit Gorgonzola“.

Als Profi auf der Bühne weiß er sein Publikum zu führen und überzeugt doch mit Publikumsnähe und Bodenständigkeit. So konnte es am Ende des kurzweiligen Programms, in dem Bach gedanklich von der eigenen Kindheit bis zum vorhergesagten Weltuntergang am 21. Dezember reiste, auf die Frage „...und, wie war ich?“ denn auch nur eine Antwort geben: einfach herrlich!

von Sonja Achenbach

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