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Bis 2013 könnte Kindergartenbau stehen

Ausschuss-Sitzung Bis 2013 könnte Kindergartenbau stehen

Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Bad Endbacher Gemeindevertretung, einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines Kindergartens zu fassen.

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Aus Folien geschnittene Kinderhände hängen mit den jeweiligen Namen an der Eingangstür eines Gruppenraums.Archivfoto: dpa

Quelle: Rainer Jensen

Bad Endbach. Weil ab dem 1. August 2013 ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder ab dem 1. bis zum 3. Lebensjahr besteht, muss die Gemeinde Bad Endbach neue Kindergartenplätze schaffen. Die vorhandenen reichen nicht aus.

Der Grundsatzbeschluss sieht vor, dass der neu zu errichtende Kindergarten zentral gelegen sein und U3-Plätze anbietet soll. Es soll ein viergruppiger Kindergarten entstehen mit Krippenplätzen für bis Zweijährige. Geplant ist, dass die vorhandenen Krippengruppen aus dem Kindergarten „Wunderland“ in Bad Endbach in den neuen Kindergarten umziehen. Die in den Kindergärten Hartenrod, Günterod und Wommelshausen vorhandenen Plätze für 2-Jährige sollen dort zunächst auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Urspünglich vorgesehen war, den Neubau, der mit 950000 Euro beziffert wurde, im Neubaugebiet „Im Seife“ im Ortsteil Bad Endbach zu errichten. Dieser Passus wurde aber aus der Vorlage für die Gemeindevertretersitzung am 14. Dezember gestrichen. Es soll weiter geprüft werden, ob sich nicht doch noch ein anderer Standort auf einem gemeindeeigenen Grundstück anbietet. Dieser Vorschlag von Sozialdemokrat Karl-Heinz Seitz fand breite Zustimmung.

Zuvor hatte Bürgermeister Markus Schäfer beschrieben, warum das Neubaugebiet für das Vorhaben besonders geeignet ist. Nachdem die Planungen, ein zum Verkauf stehendes Gebäude, aufgrund von brandschutztechnischen Voraussetzungen gescheitert ist, war eine andere Idee, den Kindergarten im Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum (KSF) unterzubringen. „Theoretisch wäre das möglich gewesen“, sagt Schäfer. Allerdings seien am Betonkörper erhebliche Eingriffe notwendig, um die Räume auch mit Licht zu fluten. Die Kosten dafür wären höher als ein Neubau, sagte Schäfer.

Als Alternative bietet sich eine Modulbauweise an, ähnlich einem Fertigkeit, bei dem die Innenwände als Ständerwände innerhalb des Grundrisses beliebig installiert werden könnten. Diese Bauweise sei nicht teurer als ein Massivbau und in energetischer Sicht diesem ebenbürtig. Da ein solcher Bau auf einem befestigten Gelände erfolgen muss, bot sich zunächst der Parkplatz in der Nähe des Kindergartens an. Weil dort kaum Erdbewegungen anfallen, könnte der Bau im Sommer 2013 stehen.

Als zweite - und favorisierte Variante - eignet sich das Baugebiet „Im Seife“. „Junge Familien würden direkt am Kindergarten wohnen und hätten eine direkte Anbindung an die Landesstraße. Als Nachteil an diesem Standort bezeichnete Schäfer die zu erwartenden massiven Erdbewegungen. Die Baukosten könnten auf 1,4 Millionen Euro anwachsen, sagt er.

Seitz beschäftigte die Frage, ob aufgrund des demographischen Wandels überhaupt ein Zuwachs an Kindern in der Gemeinde zu erwarten ist. Worauf ihm Schäfer antwortet: „Eine Prognose ist nicht möglich, weil man die Zahlen der Geburten nicht vorhersagen kann.“

Die Ausschussmitglieder werden dem Gemeindeparlament die Annahme des Grundsatzbeschlusses empfehlen. Zudem sprachen sie sich für eine geänderte Gebührenordnung aus. Allerdings soll die Anhebung nicht wie geplant erfolgen, sondern wird für die Familien mit mehreren Kindern wieder reduziert. Kritik an der Vorlage kam vor allem von SPD-Fraktionsvorsitzendem Rolf Bernshausen, der von einer 20-prozentigen Erhöhung sprach. Künftig soll es nicht mehr möglich sein, nur für die Vormittagsbetreuung im Kindergarten zu zahlen. Die Betreuungszeit ist von 7.30 bis 16 Uhr. Dazu kommt ein Frühdienst ab 7 Uhr ( 8,50 Euro) und eine Spätdienst bis 17 Uhr (17 Euro). Für die reguläre Betreuungszeit sollen ab 1. Januar 2013 Gebühren in Höhe von 121 Euro anfallen, ab August 2013 ist eine Anhebung um 4 Euro vorgesehen.

Die geplanten Gebühren von 75-Prozent für das zweite Kind wurden reduziert auf 50 Prozent. Die Gebühren für das dritte Kind sollen - wie bisher - entfallen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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