Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Birgit Simmler zieht es nach Bayern

Intendantenwechsel Birgit Simmler zieht es nach Bayern

Die Biedenkopfer Kulturbeauftragte wird ab 2018 Intendantin der Festspiele auf der Luisenburg in Wunsiedel. Am Mittwoch wird Birgit Simmler als Nachfolgerin von Intendant Michael Lerchenberg vorgestellt, Donnerstag verkündet der Bürgermeister, wie es mit der Kulturarbeit in der Stadt Biedenkopf weitergeht.

Voriger Artikel
Grünes Licht für die „Naturschule“
Nächster Artikel
Richter im Porno-Prozess wird ungeduldig

Ein Bild aus der Vergangenheit: Regisseurin Birgit Simmler beobachtete eine Premiere im Biedenkopfer Schlosshof.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel bekommen erstmals eine Frau als Intendantin, das berichtet die Frankenpost bereits in ihrer Wochenendausgabe, in der heutigen stellt die Zeitung Birgit Simmler als künftige künstlerische Leiterin vor.

Wie Rainer Maier berichtet, hat sich der Wunsiedler Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung für die 44-Jährige entschieden. Sie wird in der Stadt im Fichtelgebirge 2018 die Nachfolge von Intendant Michael Lerchenberg antreten.

Sowohl ihre Qualifikation als auch ihre offene Art hätten den Stadtrat überzeugt. Offiziell vorgestellt wird Simmler heute bei einer Pressekonferenz. Dabei werden Simmler und Bürgermeister Karl-Willi Beck ihre Vorstellungen über die künftige Ausrichtung der Festspiele in der bayerischen Stadt präsentieren. Maier vermutet, was Simmler auf der Luisenburg reizt: die Arbeit unter ähnlichen räumlichen Voraussetzungen wie in Hallenberg, nur mit Profi-Schauspielern statt Laiendarstellern. Auf die Festspielbühne in Hallenberg brachte sie die Stücke „Die Päpstin“, „Maria Magdalena“ und natürlich auch „Der Postraub“.

Erfolg mit "Postraub"

Simmler wollte gestern Abend der OP keine Auskünfte geben, Bürgermeister Joachim Thiemig war nicht zu erreichen. Der OP liegt aber eine Einladung zu einer Pressekonferenz am Donnerstag vor. Das Thema: Die zukünftige Kulturarbeit in Biedenkopf. Mit Birgit Simmler verliert Biedenkopf nicht nur die Leiterin des städtischen Eigenbetriebes „Freizeit, Erholung und Kultur“, sondern auch die Schöpferin solcher Erfolgsstücke wie „Eingefädelt“ oder „Der Postraub“, mit denen Simmler als Regisseurin die Biedenkopfer Schlossfestspiele auch über die Kreisgrenzen hinaus als Musical-Standort profilierte.

Simmler schrieb und inszenierte den „Postraub“, der an den Postkutschen-Überfall in der Subach im Mai 1822 angelehnt ist und große Erfolge feierte. Noch vor rund zehn Tagen räumte „Der Postraub“ beim Deutschen Rock&Pop-Preis 2016 kräftig ab. Die CD gewann in der Kategorie „Bestes Musical-Album“ (Birgit Simmler/Paul Graham Brown) den 1. Preis. Markus Pol, der im „Postraub“ den „Heinrich Geiz“ verkörpert, kam in der Rubrik „Bester Musical-Sänger“ auf den 2. Platz , ebenso Karoline Blöcher, die 2015 als „Margarethe“ zu sehen war.

Im August 2017 feiert das Abschiedswerk Simmlers in Biedenkopf Weltpremiere. Wieder wird eine regional-historische Überlieferung die Grundlage für ein Musical liefern. „Die Hatzfeldt“ basiert auf der Geschichte der Gräfin Sophie von Hatzfeldt und ihrer Rolle in der ersten deutschen Demokratiebewegung im Vormärz 1848.

Die Luisenburg-Festspiele finden auf einer Naturbühne mit überdachtem Zuschauerraum am Rande des Nationalen Geotops „Felsenlabyrinth“ auf dem „grünen Hügel“ unweit der Festspielstadt Wunsiedel statt.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr