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Birgit Rink hat den Kopf voller Ideen

Birgit Rink hat den Kopf voller Ideen

Die Erzieherin Birgit Rink engagiert sich in ihrer Freizeit seit 25 Jahren für Kinder. Auch bei den Aktiv-Wochen 50plus der Gemeinde Bad Endbach bringt sie sich ein.

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Birgit Rink mit einem „Quadratologo“, mit dessen Ausgestaltung sie die Ferienpasskinder begeistern will.

Quelle: Helga Peter

Bad Endbach. Die Ideen scheinen Birgit Rink nicht auszugehen; sie weiß sie auch umzusetzen. 1988 kam Rink, damals hieß sie noch Birgit Disser, aus Weimar-Wolfshausen der Liebe wegen nach Bad Endbach. Schon bald stellte sie fest, dass es speziell für Kinder kaum Angebote vor Ort gab.

Die Arbeit mit Kindern liegt Rink sehr am Herzen und dies nicht nur wegen ihres Berufs als Erzieherin – sie arbeitet im Kindergarten Bellnhausen/Lahn –, sondern ganz allgemein. Schon 1986 war sie Freizeit-Betreuerin des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Schuby und später auch in Frankreich. Ein besonderes Anliegen ist es der 47-jährigen Mutter zweier Söhne im Alter von 14 und 18 Jahren auch, andere Menschen für die Arbeit mit Kindern und Senioren zu gewinnen.

Bei der Ferienpassaktion der Gemeinde Bad Endbach engagiert sich Rink seit 25 Jahren. Wenn sie über ihr Freizeit-Engagement nachdenkt, kommt sie ins Schwärmen und ist total begeistert von vergangenen Aktionen, bei denen sie mit Kindern Glasmalerei, Holzarbeiten und Styropor-Segelflieger gebastelt hat oder bei denen sie zu Freizeiten nach Wolfshausen und Freusburg (Siegen) gestartet ist.

Was bitte ist Quadratologo?

Kinder in die Welt vergangener Tage zu entführen (ohne Handy, Fernseher und Musikgeräte), sei ihr in Wolfshausen gelungen. Ausflugsziel waren eine Mühle und ein Bauernhof in Roth mit einer Brotbackaktion und alle Wege von Wolfshausen aus zu Fuß und ohne moderne Fortbewegungsmittel zu bewältigen.

„Ein zauberhaftes Wochenende“ sei den Kindern vor drei Jahren mit der Übernachtung auf der Freusburg geboten worden. Dieses Ereignis hat Rink, die auch den Gruppenleiterausweis besitzt, dokumentiert. „Quadratologo, Holzbrenn- und Batikarbeiten“ – das sind die Sommerferienaktionen, mit denen Rink die Kinder im Kur- und Bürgerhaus begeistern will. Auf die Frage, was ist „Quadratologo“ erklärt sie gerne, dass dies eine künstlerische Betätigung mit Farben ist.

„Man malt, was man fühlt und schaltet dabei den Kopf ab.“ Schon Zweijährige seien in der Lage, kleine Kunstwerke anzufertigen. Spontan erinnert sie sich an „Das perfekte Dinner“, eine Ferienpassaktion des vergangenen Jahres, die sehr gut angekommen sei. Mit Begeisterung hätten die Kinder ein Drei-Gänge-Menü gekocht und dieses einer Jury serviert.

Engagement für Flüchtlinge

Birgit Rink scheinen die Ideen nicht auszugehen. So engagiert sie sich in den Herbstmonaten zudem im Kreativ-Treff im Kur- und Bürgerhaus, und wenn es sein müsse, auch in ihrer Wohnung mit dem Angebot verschiedener Bastelaktionen. Ihr ist es wichtig, dass Menschen entdecken, welche Fähigkeiten sie entwickeln können. Rink hofft allerdings auch, durch solche Angebote „Mitstreiter“ für Ferienpassaktionen zu gewinnen.

Auch auf dem kirchlichen Sektor ist sie aktiv. Es freut sie besonders, dass das Angebot „Basteln für Einheimische und Flüchtlinge“ sehr gut angenommen wird. Die Verständigung erfolge auf Englisch, wenn es sein müsse, auch „mit Händen und Füßen“. Unterstützt wird sie von Ilona Pfeiffer. Von Anfang an arbeitet Rink auch bei den Bad Endbacher Aktiv-Wochen 50plus kreativ mit und bedauert die rückläufige Teilnehmerzahl der zweiwöchigen Aktionen.

In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Nähen, Lesen von Krimis und dem Musizieren mit Gitarre und Altflöte. Sport ist ein weiteres Hobby. „Beim Walken bekomme ich den Kopf frei.“ In ihren Anfangszeiten in Bad Endbach vermisste Rink die nachbarschaftliche Gemeinschaft. Doch in der „Hainstraße“ habe sich seit sechs Jahren eine Straßengemeinschaft entwickelt, in der jeder jedem helfe und auch jährlich ein Straßenfest mit Attraktionen gefeiert werde.

von Helga Peter

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