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Biomasse-Anbau: "Flächen sind zu klein"

Ortsbeiratsitzung Biomasse-Anbau: "Flächen sind zu klein"

Der Ortsbeirat Römershausen lehnt Vorbehaltsgebiete für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen und einen Vorzugsraum für Biomasseanbau ab.

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Ortslandwirt Heinz Ulrich hält Flächen bei Römershausen für den Anbau von Biomasse wie Mais für ungeeignet, da die vorhandenen Flächen nach seiner Auffassung zu klein sind. Archivfoto

Römershausen. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Römershausen stellte Ortsvorsteherin Melanie Krämer-Kowallik den für den Stadtteil Römershausen vorliegenden Teilregionalplan Energie Mittelhessen vor. Zur Sitzung hatte die Ortsvorsteherin auch Ortslandwirt Heinz Ulrich eingeladen, der zu dem Thema „Vorzugsraum für Biomasseanbau“ die Meinung vertrat, dass die hiesigen Flächen zu klein und zu wenig ertragreich für Bioflächen und deshalb ungeeignet seien.

Krämer-Kowallik teilte zu dem Teilregionalplan Energie Mittelhessen mit, dass es sich bei den Vorbehaltsflächen für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen lediglich um eine Empfehlung des Regierungspräsidenten handelt. Seitens der Stadt sei mitgeteilt worden, dass für die Realisierung eines „Vorbehaltsgebiets Fotovoltaikanlagen“ Baurecht geschaffen werden müsse, und daran sei mittelfristig nicht zu denken. Im Übrigen, so die Ortsvorsteherin, würden diese Gebiete den Stadtteil Römershausen nur dergestalt betreffen, dass der Nachbarort Rachelshausen, der von Vorbehaltsgebieten umzingelt sei, zum Teil von Römershausen aus einsehbar sei.

Die Ortsbeiratsmitglieder sprachen sich für die Vorrangflächen für Windenergie aus, die Römershausen oberhalb des Steinbruchs zu Rachelshausen tangieren. Gleichzeitig wurde seitens des Ortsbeirates die Vorbehaltsgebiete für Fotovoltaik aber auch der Vorzugsraum für Biomassenanbau abgelehnt.

Ortslandwirt Heinz Ulrich monierte, dass ein Platz hinter der „Höll“ als Schuttabladeplatz genutzt wird, wo zum Beispiel Rasen- und Heckenschnitt abgeladen werden. Krämer-Kowallik will diese Beschwerde an die Stadtverwaltung weiterleiten. Weiter teilte die Ortsvorsteherin mit, dass die zehn bestellten neuen Tische für das Dorfgemeinschaftshaus eingetroffen seien und Interessenten für die alten Tische - die kostenlos abgegeben werden - sich bei ihr melden können.

Der Ortsbeirat diskutierte erneut über die Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Durchgangsstraße in Höhe der Bushaltestelle und fordert von der Stadt, dass dort eine fest installierte Blitzeranlage eingerichtet wird.

Ortsbeiratsmitglied Michael Happel wollte wissen, ob es möglich sei, den Kühlraum im Dorfgemeinschaftshaus zu aktivieren. Dazu teilte die Ortsvorsteherin mit, dass sie sich monatelang in der Bevölkerung erkundigt habe, ob Bedarf besteht. Da dies ohne Erfolg gewesen sei, sei der Kühlraum mittlerweile abgemeldet worden. Im Übrigen würde eine Sanierung des Raumes relativ viel Geld kosten, was nicht vorhanden sei. Der Kühlraum sei in den vergangenen Jahren so gut wie nicht verpachtet worden.

Michael Happel sprach den Zustand der Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus an, die dringend einer Sanierung bedürfen. Dazu berichtete die Ortsvorsteherin, dass sich die Kosten auf deutlich mehr als 10000 Euro belaufen würden. Im Übrigen werde das Dorfgemeinschaftshaus für Festlichkeiten weniger genutzt. Gleichwohl will die Ortsvorsteherin Angebote über die Sanierungsarbeiten einholen, wobei Happel vorschlug, eventuell bei den Vereinen nachzufragen, ob sie sich finanziell an dem Projekt beteiligen wollen. Eventuell, so Happel, könnte auch ein Dorffest veranstaltet werden, dessen Erlös für die Sanierungsarbeiten der Toilettenanlagen eingesetzt werden könne.

von Klaus Peter

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