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Big Splash soll große Gaudi werden

Kirschenmarkt 2013 Big Splash soll große Gaudi werden

In 99 Tagen wir der 176. Gladenbacher Kirschenmarkt eröffnet. Attraktion auf dem Rummelplatz wird eine Wildwasserbahn sein.

Gladenbach. Wer zurzeit draußen aufs Thermometer blickt, der denkt an alles, aber nicht an eine wilde Fahrt auf einer Wasserbahn, nach der man mehr oder weniger nass aus dem Boot steigt.

Aber genau das erwartet am ersten Juliwochenende die Kirschenmarkt-Besucher im Vergnügungspark des größten jährlichen stattfindenden Volksfestes in der Region. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit dem „Big Splash“ wieder eine tolle Attraktion nach Gladenbach zu holen“, sagt Konrad Ruppert. Der Bad Wildunger ist seit vielen Jahren Generalpächter des Rummelplatzes und damit für die Zusammenstellung der Fahrgeschäfte und der Fressgasse zuständig. Das „Big Splash“ war Mitte der 1990er Jahre schon einmal die Attraktion auf dem Kirschenmarkt. Mancher Gladenbacher wird sich daran erinnern, denn der Marktplatz wurde früher als gewöhnlich gesperrt. Grund dafür war der aufwendige Aufbau der Wildwasserbahn. Sie misst in der Fläche 20 mal 43 Meter und ist 15 Meter hoch. Über Schienen werden Boote der Wildwasserbahn auf zwei Ebenen gezogen. Von dort stürzen sie in die mit Wasser gefüllten Wannen. In jedem Boot können drei bis vier Personen Platz nehmen. Die Mitfahrer müssen mindestens acht Jahre alt sein.

Die damals von ängstlichen Kernstädtern geäußerten Befürchtungen bewahrheiteten sich zum Glück nicht: in Gladenbach konnte man ungestört duschen und Wasser fürs Mittagessen zapfen.

Die rund 144000 Liter Wasser für den „Big Splash“ wurden aus den Hydranten in die Becken der Anlage gepumpt, ohne dass die Bürger etwas davon mitbekamen. In etwa vier Stunden waren die Bahnen voll.

Mithilfe von Kränen und einem Laser-Nivelliergerät werden auch diesmal die Anlagenteile auf den Millimeter genau ausgerichtet. Das Herz des „Big Splash“ ist ein Computer, der unter anderem jede Fahrt steuert sofort stoppt, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Er muss, ebenso wie die gesamte Anlage, auf den relativ kleinen Marktplatz eingepasst werden.

Konrad Ruppert freut sich nicht nur über das „Big Splash“ und das „Magic House“, die er für den diesjährigen Kirschenmarkt gewinnen konnte. „2014 wird in Gladenbach wieder das 50 Meter hohe Riesenrad der Firma Burghard-Kleuser stehen“, kündigt er an.

Und das, obwohl sein Vertrag als Generalpächter nach dem bevorstehenden Kirschenmarkt ausläuft? Im „Komet“ einer Fachzeitung für Schausteller und Marktkaufleute, hatte die Kur- und Freizeitgesellschaft Gladenbach (KFG) - als Ausrichter des Kirschenmarktes - im vergangenen Jahr die Verpachtung für Rummelplatz und Fressgasse ausgeschrieben. Ruppert erklärt auf Anfrage der OP: Er habe sich wieder beworben und ein Angebot abgegeben. Als Aufsichtsratsvorsitzender der KFG habe ihm Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim Anfang November vergangenen Jahres schriftlich mitgeteilt, dass der Aufsichtsrat beschlossen habe, seinen Vertrag bis 2016 zu verlängern.

Ihm sei angekündigt worden, der Vertrag werde ihm demnächst zum Gegenzeichnen zugesandt, er liege ihm aber noch nicht vor. Das habe womöglich mit der Erkrankung des Geschäftsführers der KFG zu tun, mutmaßt Ruppert. Mit der Verpflichtung des Riesenrades habe er freilich nicht warten können, „sonst steht es nächstes Jahr woanders“, erklärt er. Das habe er der KFG - verbunden mit dem Ausdruck seiner Freude über die Vertragsverlängerung - Anfang Februar mitgeteilt, berichtet Konrad Ruppert.

von Hartmut Berge

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