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Bienenzüchter tauschen Informationen aus

Familientag für Imker Bienenzüchter tauschen Informationen aus

Während des Familientags des Bienenzuchtvereins wurde Siegfried Kerkiehn aus Herzhausen zum stolzen Besitzer eines gestifteten Jungvolks mit einer Reinzuchtkönigin.

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Am Stand von Rolf Heck in Sinkershausen fand am Samstag ein Familientag für Imker statt.

Quelle: Klaus Peter

Holzhausen. Der Familientag des Bienenzuchtvereins Holzhausen/H. und Umgebung fand am Samstag am Bienenstand von Rolf Heck in Sinkershausen statt und war mit etwa 40 Mitgliedern und Gästen sehr gut besucht. Vorsitzender Siegfried Ortmüller begrüßte auch den Kreisvorsitzenden der Imker, Günter Raab, und Vertreter heimischer Bienenzuchtvereine.

Ortmüller ging in seinem Redebeitrag auch auf die Varroamilbenbekämpfung ein und verwies auf sinnvolle Varroa-Bekämpfungskonzepte. Aus Imkerkreisen sei zu hören, dass derzeit die Varroa-Befallszahlen deutlich niedriger seien als im Vorjahr. Gleichwohl sei an mehreren Ständen einzelner Bienenvölker trotz Winterbehandlung ein starker Befall festzustellen.

Dies zeige einmal mehr, dass es fast an jedem Bienenstand „Ausreißer“ mit sehr hohem Befall gebe, die ohne rechtzeitige Behandlung zu „Milbenschleudern“ werden können. Regelmäßige Varroakontrollen von Juli bis Oktober seien wichtiger als die wöchentliche Schwarmkontrolle im Mai, sagte er.

Jakobskreuzkraut für Kühe und Pferde schädlich

Zum Thema „Varroamilbe“ stellte Manfred Becker vom Bienenzuchtverein Biedenkopf ein Gerät vor (ähnlich der Puderzuckermethode), mit dem Varroamilbenbefall relativ leicht erkennbar ist. Hausherr Rolf Heck referierte über die Bienenweide „Silphie“, die er auch in unmittelbarer Nähe seines Bienenstandes angelegt hat. Diese gelb blühende „Silphie“ hat eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern und ist an trockene Standorte angepasst.

Die Blütenzeit erstreckt sich von Juli bis September. Die Pflanze stammt aus der gemäßigten Klimazone­ Nordamerikas und wird in Deutschland auch von einzelnen Landwirtschaftsbetrieben als Futter- und Silagepflanze angebaut. Bei Kleingärtnern ist sie durch ihren extensiven Anbau und die Langlebigkeit als Nutzpflanze beliebt. Ebenso bei Imkern, da Korbblütler für Bienen und andere Insekten interessant sind.

Auch zeigte Heck die insbesondere für Kühe und Pferde schädliche Pflanze „Jakobskreuzkraut“. Kreisvorsitzender Raab berichtete gegenüber der OP, dass diese Pflanze für Bienen an sich nicht gesundheitsgefährdend sei. Gleichwohl werde, wie in einer französischen Region, wo dieses Kraut massenhaft auftrat, der Honig in der Form geschädigt, dass dieser für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist. Dies treffe für die heimische Region nicht zu, da das besagte „Jakobskreuzkraut“ nur sporadisch und in kleinen Mengen auftrete.

Das von Heck gestiftete Jungvolk mit einer Reinzuchtkönigin ging in einem Losverfahren an Siegfried Kerkiehn (Herzhausen). Weitere elf Reinzuchtköniginnen, die der Verein für diesen Event ankaufte, fanden ebenfalls neue Besitzer.

von Klaus Peter

Rolf Heck (rechts) weist seine Imkerkollegen auf das „Jakobskreuzkraut“ hin. Zudem erläuterte er, dass das Bienenkraut „Silphie“ von den Bienen gerne angenommen wird. Foto: Klaus Peter
 
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