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Klettern, informieren, Schatten finden

Wallauer Jubiläumsverein löst sich auf Klettern, informieren, Schatten finden

Vor drei Jahren hat Wallau seine urkundliche Erst­erwähnung vor 725 Jahren gefeiert. Jetzt hat der Vorstand des Jubiläumsvereins alle Aufträge abgearbeitet und die Überschüsse aus dem Festjahr ausgegeben.

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Der Jubiläumsverein hat in Wallau viel umgesetzt: Der Vereinsvorstand testete das neue Klettergerüst auf dem Spielplatz am Gehnberg.

Quelle: privat

Wallau. „Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt ist es endlich vollbracht“, erklärt Beate Gerhard, Vorsitzende des Vereins „725 Jahre Wallau/Lahn“. Die Wallauer haben nun eine Infowand für Vereine, Kirchen und Gemeinschaften, ein neues Spielgerät für den Nachwuchs und an einigen Plätzen im Ort Laubbäume, die schon in wenigen Jahren Schatten spenden und an das Jubiläum erinnern sollen.

Zwei Winterlinden, zwei Blutbuchen und zwei Spitzahornbäume hat der Verein durch ­einen heimischen Gartenbaubetrieb schon im vergangenen Jahr pflanzen lassen. Dabei wurden bewusst schon größere Bäume ausgewählt. „Die kosten zwar was, aber sie haben den Vorteil, dass sie schneller Schatten spenden. Außerdem haben die Menschen, die 2014 mitgefeiert haben, noch die Chance, sie auch als stattliche Bäume erleben zu können“, erklärt Beate Gerhard und lobte die ­ehrenamtlichen Helfer, die alle Bäume im vergangenen Sommer fleißig gewässert haben, damit sie anwachsen konnten.

Drei Bäume an beliebtem Treffpunkt

Eine Winterlinde hat ihren Platz am Bürgermeisteramt gefunden – gegenüber zur großen Linde in der Fritz-Henkel-Straße. Drei Bäume wurden am Tretbecken gepflanzt. „Hier ist ein beliebter Treffpunkt vor allem von Familien mit Kindern, die das Tretbecken und die umliegenden Wiesen nutzen. Die Bäume bieten in einigen Jahren Sonnenschutz“, blickt Gerhard voraus. Sie wünscht sich, dass die Stadt bald ein neues Geländer anbringt und den Boden sanieren lässt, damit die Saison dort losgehen kann. Auch diese Anlage wird ehrenamtlich von Wallauern gepflegt, lobte Gerhard. Zwei weitere Bäume sind auf dem Spielplatz am Gehnberg gepflanzt worden, um hier ebenfalls für mehr Schattenplätze zu sorgen.

Dort ist auch das zeitintensivste Projekt umgesetzt worden. Erst vor wenigen Tagen hat der städtische Bauhof die Aufbauarbeiten an einem neuen Klettergerüst mit Rutsche abgeschlossen. „Unsere Mitglieder haben sich eine Kletterwand oder Ähnliches auch für größere Kinder gewünscht. Eine Profiwand konnten wir aber mit den Vereinsmitteln nicht umsetzen. Außerdem fiel der zunächst geplante Standort an der Fritz-Henkel-Halle weg, weil der Spielplatz dort eventuell nicht bleibt. Deshalb ist es nun eine kleinere Lösung geworden, die trotzdem auch größeren Kindern sicher viel Spaß beim Klettern bietet“, macht Beate Gerhard deutlich.

Maßgeblich an der Umsetzung des Klettergerüstes gearbeitet­ hat Sarah Feuring, 2. Vorsitzende­ 
des Jubiläumsvereins. Sie holte Angebote ein, verhandelte mit dem städtischen Bauamt und hakte auch immer wieder nach, wann der Aufbau erfolgen könne, wie der Verein mitteilt. Denn bei allen drei Projekten waren das Amt und der Bauhof mit im Boot, zumal Infowand, Bäume und Klettergerüst ja auf städtischen Grundstücken entstanden sind.

Einige Hürden übersprungen

Die Infowand nach einer Idee von Vereinsschriftführer Thomas Mayerle finden die Wallauer an der Ecke Adelsbachstraße/Alte Straße in zentraler Lage. Neben der Wand aus Edelstahl mit zwei Schaukästen für Vereinsnachrichten und Informationen von Kirchen und Gemeinschaften steht dort auch ein Gedenkstein, der an das Jubiläum 2014 erinnert sowie darüber eine beleuchtete Tafel mit dem Grenzverlauf Wallaus.

Wer die Schaukästen für einen Aushang nutzen möchte, kann sich bei Heiko Henkel im Henkellädchen einen Schlüssel holen. „Auch bei der Infowand hatten wir so einige Hürden zu nehmen“, sagt Gerhard. „Die Straßenlaterne musste versetzt werden und schließlich brauchten wir auch noch kurzfristig ­eine Statik und, daraus resultierend, einige Fundamente.“

Bei den Bauten in der Dorfmitte hätten Wallauer Firmen plus das Unternehmen von Schirmherr Günther Weber den Jubiläumsverein sehr unterstützt. „Sonst hätten wir alle drei Projekte für 13.000 Euro nicht umsetzen können“, berichtet die Vereinsvorsitzende.

Da alle Aufgaben des Vereins erfüllt sind, erfolgt nun am 
1. September um 19 Uhr im Gasthaus „Zur Linde“ die letzte Zusammenkunft der Mitglieder, dann mit der Vereinsauflösung. Sollten dabei nicht mindestens zwei Drittel aller Mitglieder anwesend sein, erfolgt am gleichen Tag und gleichem Ort um 20.30 Uhr die nach der Satzung notwendige zweite Sitzung. Bei der reicht dann eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder zum Beschluss.

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