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Surfen – oder doch zum Rathaus laufen

Internetangebot der Stadt Biedenkopf Surfen – oder doch zum Rathaus laufen

Sämtliche Behördengänge online erledigen? Noch ist das in Biedenkopf – wie in anderen Städten auch – eine Zukunftsvision. Der Anfang ist aber gemacht: Die Stadt bietet den Bürgern immer mehr Dienstleistungen per Internet.

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Den Weg zum Rathaus können sich die Biedenkopfer bei manchen Verwaltungsangelegenheiten schon heute sparen. Vieles lässt sich über das Internet regeln.

Quelle: Christian Röder

Biedenkopf. Wobei Bürger sich den Weg zum Rathaus bereits heute sparen können, hat Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) kürzlich im Parlament erläutert. Die Zählgemeinschaft aus CDU, BB und FDP hatte nachgefragt, wie weit die Stadt in diesem Bereich ist. Die Parlamentarier wollten wissen, was bereits online zu erledigen ist, was nicht und was geplant ist.

Der Bürgermeister erklärte, dass die Umsetzung des „E-Government“ – also der elektronischen Verwaltung – seit 2012 erfolgt. Die Internetseite der Stadt ist seit 2015/16 barrierearm und reaktionsfähig (responsiv) gestaltet, so dass sie auf ­allen Geräten – egal ob Computer, Tablet oder Handy – nutzerfreundlich dargestellt wird.

Online-Formulare:

Bisher gibt es eine Reihe von Online-Formularen, die Bürger nutzen können, um Verwaltungsangelegenheiten von zu Hause aus auf den Weg zu bringen. Abrufbar sind beispielsweise Vordrucke, um einen Personalausweis oder Reisepass zu beantragen oder einen Hund anzumelden. Bisher müssen diese Formulare aber in der ­Regel ausgedruckt, unterschrieben und dann der Verwaltung zugesandt oder persönlich abgegeben werden.

Neuer Personalausweis:

Mit dem neuen Ausweis können Bürger sich auch im Internet ausweisen. Auf der Internetseite der Stadt Biedenkopf ist diese Ausweis-Funktion bisher zwar nicht nutzbar, aber für die Zukunft geplant. Formulare könnten dann online ausgefüllt und auch direkt übers Internet an die Verwaltung zurückgehen.

„Etwas melden“-Button:

Bürger können die Stadtverwaltung mittels der Schaltfläche „Etwas melden“ unkompliziert über Schäden informieren und bis zu drei Fotos – auch mobil – mitschicken. Diese Meldungen werden laut Bürgermeister sehr zeitnah bearbeitet.

Ticketbestellsystem:

Eintrittskarten, die die Stadt als Veranstalterin verkauft, sind ­online bestellbar.

Ratsinfosystem:

Bürger können im Ratsinfosystem erfahren, welche Vertreter aus welchen Stadtteilen und Fraktionen im Stadtparlament, in den Ortsbeiräten und anderen Gremien tätig sind. Auch die Termine der Sitzungen sind online abrufbar, ebenso wie die Tagesordnungen der Sitzungen. Wer es noch genauer wissen will, findet zudem die Sitzungsvorlagen. Wenn also ein Gremium beispielsweise über ein Bauprojekt diskutiert, sind Baupläne und Beschreibungen dazu online für Parlamentarier wie alle anderen Bürger einsehbar.

Sicherheit:

Die Versendung vertraulicher Unterlagen per E-Mail wird durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) abgesichert.

Nahe Zukunft:

Geplant ist, weitere Dienstleistungen der Stadtverwaltung online anzubieten. Noch vor der im September stattfindenden Bundestagswahl soll etwa die Beantragung von Wahlscheinen online möglich sein. Geplant ist, ab 2018 auch die An- und Abmeldung von Hunden und die An- und Abmeldung von Gewerbe vollständig übers Internet zu ermöglichen.

Kosten:

Um den Bürgern mehr Dienstleistungen im Internet zu bieten, müssen die technischen Voraussetzungen ständig erweitert werden, sagte der Bürgermeister. Dabei gehe es auch um Sicherheitsanforderungen. Derzeit laufe unter anderem eine Servererweiterung für das Biedenkopfer Rathaus; zudem ist die komplette Erneuerung der Netzwerk- und Stromversorgungsverkabelung geplant. Die Kosten allein für diese Projekte liegen bei 95.000 Euro.

Nutzer:

Wie oft die Bürger die online angebotenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat die Stadt bisher noch nicht erfasst. Seit kurzem wird auf den Webseiten der Stadt aber der Internet-Dienst Google-Analytics genutzt, um statistische Werte über die Nutzer zu erfassen.

von Susan Abbe

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