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Jazz, Heimatklänge und „Die Hatzfeldt“

Schlossfestspiele Biedenkopf Jazz, Heimatklänge und „Die Hatzfeldt“

Im August präsentiert 
die Stadt Biedenkopf ihre Schlossfestspiele. Neben mehreren Aufführungen eines Musicals stehen Konzerte unterschiedlicher Stilrichtungen im ­Terminkalender.

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Mit Witz und Charme: Peter Hohenecker (von rechts) und Silvia Salzbauer (hier mit Markus Pol) spielen zum Auftakt der Schlossfestspiele Stücke von Tom Waits.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Vertraute und experimentelle Klänge am Landgrafenschloss. Eine vielfältige Mischung aus Jazz, Rock und Heimatklängen stehen auf der Open-Air-Bühne auf dem Programm. Musical-Freunden bieten die Organisatoren als Höhepunkt „Die Hatzfeldt“.

Eröffnung: „Tom Waits – ein Versuch“:

  • Samstag, 5. August, 20 Uhr

„Tom Waits kommt selten bis nie nach Deutschland, wir schon”, sagt Sänger Peter Hohenecker über sein Projekt „Tom Waits – ein Versuch“. Gemeinsam mit Silvia Salzbauer (Piano) präsentiert er in Biedenkopf die Werke des avantgardistischen Musikers in einem Abend für Stimme und Klavier. „Ich habe­ den riesigen Vorteil, dass ich von Natur aus klinge wie Tom Waits“, sagt Hohenecker. Salzbauer spielt dazu reine Klavier-Arrangements, die sie selbst entwickelt hat. Im vergangenen Jahr begeisterte das Duo bei den Schlossfestspielen ein rund 100-köpfiges Publikum.

Jazz am Dienstag: Philipp Schug Quartett:

  • Dienstag, 15. August, 20 Uhr

Diese Band spielt hauptsächlich Kompositionen aus der Feder von Philipp Schug. Geboten wird zeitgemäßer, innovativer Jazz gepaart mit Einflüssen aus Rock und Avantgarde.

Heimatklänge: „Meisterliches“:

  • Mittwoch, 16. August, 20 Uhr

Der Männergesangverein 1884 Kleingladenbach unter der Leitung von Tobias Hellmann ist einer der ältesten Chöre des Hinterlandes. Neben der traditionellen Literatur fanden auch neue Titel wie von Herbert Grönemeyer, den „Wise Guys“, „Prinzen“ und „Toten Hosen“ Eingang ins Repertoire. Der Wallauer Frauenchor singt seit seiner Gründung im Jahr 2004 unter der Leitung von Stefanie Reinhard. Sein Programm umfasst neben traditionellem, altem Liedgut auch zeitgenössische Kompositionen und moderne Popsongs in mehreren Sprachen. Die beiden Chöre präsentieren sich mit einem gemeinsamen Auftritt.
Überdies treten an diesem Abend die jungen Männer von „Jester‘s Playground“ auf. Zu Hause sind sie hauptsächlich im Folk und Rock, aber da sind Blues, Soul und andere Einflüsse nicht weit weg. Markenzeichen der Band sind ihre Eigenkompositionen in englischer und deutscher Sprache, augenzwinkernde Geschichten und wahre Begebenheiten über Menschliches. Ergänzt werden die Eigenkompositionen von Traditionals aus Irland, Schottland, Wales, Amerika und Neufundland und einigen Coversongs.

Jazz am Dienstag: „Kunz(t) Schiller(t)“:

  • Dienstag, 22. August, 20 Uhr

Christian Schiller (Gitarre) und Dirk Kunz (Kontrabass) lernten sich in Marburg kennen. Das Programm des Duos besteht größtenteils aus Eigenkompositionen. Es führt durch kontroverse Soundlandschaften, über groovige Querfeldeinstrecken, temporeiche Rennbahnen und idyllische Balladenstrände. Spaß an Kommunikation, Freude am Ausprobieren und die Herausforderung im immerwährenden Dialog, Neues entstehen zu lassen sind die Antriebsfedern für Schiller und Kunz.

Heimatklänge: „Meelstaa“:

  • Mittwoch, 23. August, 20 Uhr

„Meelstaa“ (Mühlstein) tritt das Erbe von „Fäägmeel“ an und erhält den mittelhessischen Dialekt am Leben. Berthold Schäfer, einst Gitarrist von „Fäägmeel“, die sich 2005 auflöste, gründete 2012 die neue Formation. Besinnliches, Ernstes, Heiteres und Lustiges gehören zum Liederschatz der Gruppe, aber auch Possenhaftes. Wie in der logischen Abfolge des Getreide­mahlvorgangs, wo in der Fäägmeel das gedroschene Getreide­ gereinigt und im Mühlstein zu Mehl gemahlen wird, so verhält es sich auch mit den Liedern, die von „Fäägmeel“ stammen und jetzt in neuer Besetzung von „Meelstaa“ wiedergegeben werden. Text und Musik sind unverändert, werden aber durch die neuen Musiker in ­einem neuen Gewand präsentiert, mit einem zum Teil überraschenden Ergebnis.

Fremde Heimatklänge: „Opa‘s Diandl“:

  • Donnerstag, 24. August, 20 Uhr

Der Kultursommer Mittelhessen präsentiert in „Opa‘s Diandl“ Musik aus Südtirol. Die Gruppe versteht Musik als das wohl schönste aller Kommunikationsmittel und die schönste Lebensweise. Das Quintett aus Südtirol tritt seit 2008 auf Bühnen in Bayern, Österreich, der Schweiz und in heimischen ­Gefilden auf. Gestartet, um sich auf der Spielwiese Volksmusik auszutoben, entwickelten die fünf Musiker einen eigenen Zugang, eigneten sich Traditionelles an und erschaffen Eigenes neu, das sich ganz natürlich an die alten Weisen, Jodler und Tänze schmiegt. Mit ihrer Sing- und Spielfreude gewannen sie im Jahr 2011 den kleinen feinen und renommierten Fraunhofer Volksmusikpreis.

  • Eintrittskarten für die Konzerte sind hier im Internet ­erhältlich. Für „Jazz am Dienstag“ ist ein Kombiticket verfügbar.

„Die Hatzfeldt – das Musical“:

  • 11. bis 27. August, jeweils Freitag bis Sonntag, 20 Uhr:

Am 11. August 2017 präsentieren die Schlossfestspiele Biedenkopf ihre neue Musical-Weltpremiere: „Die Hatzfeldt“ erzählt die Geschichte von Sophie von Hatzfeldt, die wegen ihres Engagements für die Arbeiter in der Zeit des Deutschen Vormärzes – die Demokratiebewegung 1848 – als „die rote Gräfin“ in die Annalen eingegangen ist. Die Schlossfestspiele der Stadt Biedenkopf machen daraus ein Musical mit Live-Band, herausragenden Stimmen und großem Ensemble in historischen Kostümen. Teil des Konzeptes ist, dass regionale Talente und international tätige Musical-Profis Seite an Seite auf der Bühne stehen.

Nach Umbau: Mehr Platz fürs Publikum
Der Vorverkauf zu den Biedenkopfer Schlossfestspielen läuft: Fast drei Viertel der Tickets für die Musical-Uraufführung „Die Hatzfeldt“ (11. bis 27. August) sind bereits verkauft. An den ersten Samstagen sind bald nur noch Restkarten erhältlich. Da kommt ein frischer Schub Tickets in allerbester Lage gerade recht: 46 weitere Plätze pro Vorstellung entstehen durch den Umbau im Schlosshof. Darunter sind etliche Top-Plätze der ersten Kategorie mittig vor der Bühne. Am 2. Juni gehen diese Plätze in den Verkauf.
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