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Planung für Gewerbefläche läuft

Ortsbeirat Breidenstein Planung für Gewerbefläche läuft

Wer auf der Elsbachstraße fährt und Breidenstein verlässt, kommt an einem blauen Haus vorbei, das zum Verkauf steht. Das Gelände, das sich daran anschließt, soll nun zum Gewerbegebiet werden.

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Das etwa 0,7 Hektar große Gelände hinter dem „blauen Haus“ in Breidenstein soll entwickelt 
werden.

Quelle: Hartmut Bünger

Breidenstein. Der derzeit gültige Flächennutzungsplan sieht für das etwa 0,7 Hektar große Gelände an der Elsbachstraße jetzt schon eine Nutzung als gewerbliche Baufläche vor. Es haperte allerdings noch am Bebauungsplan für dieses Gebiet, das nördlich der Elsbachstraße liegt. Das soll sich nun ändern. Denn: Die K+G Wetter GmbH, der das Gelände gehört, will es gewerblich nutzen. Damit dies möglich wird, soll nun aus dem gültigen Flächennutzungsplan ein Bebauungsplan entwickelt werden.

Auf den Weg gebracht ist er ­bereits: Die Stadtverordneten haben ihn in ihrer jüngsten ­Sitzung einstimmig in Auftrag gegeben. Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) bewertet das Vorhaben positiv. „Es dient der Bestandspflege eines heimischen Unternehmens“, sagte­ er im Bauausschuss. Überdies werde es sich im Endeffekt nicht um ein reines Gewerbegebiet handeln, da direkt daneben ein Wohngebiet liegt.

Kritik an Gewerbegebiet „Am roten Stein“

Das aber bedeutet: Die Fläche kann wegen des Abstufungsgebots nicht genauso intensiv genutzt werden wie ein übliches Gewerbegebiet. „Es kann sein, dass Gewerbegebiet draufsteht, aber nur ­eine Teilnutzung als Gewerbegebiet möglich ist“, sagte Thiemig. Die sogenannten „immissionsrechtlichen Belange“ wird die Firma K+G Wetter selbst in einem Gutachten klären, das sich mit der Lärmentwicklung beschäftigt.

Der Stadtverordnetenvorsteher Manfred Bäcker fragte im Bauausschuss nach, was die Stadt denn tun wolle, um ähnliche Probleme wie im Gewerbegebiet „Am roten Stein“ zu vermeiden. Damit spielte er auf die Kritik an den „Gießereiabgasen“ an. Die Stadt könne keine Wunder vollbringen, antwortete Thiemig, und auch nicht dafür sorgen, dass sich Nachbarn immer vertragen. Er gab zu bedenken, dass Biedenkopf nicht nur eine touristische Stadt sei, sondern auch ein Gewerbestandort. Die Stadt werde gewiss darauf achten, dass alle Vorgaben genau abgearbeitet werden.

Aus einer anderen Richtung kam Kritik im Ortsbeirat Breidenstein. Das Gewerbegebiet wachse und wachse, sagte Thomas Henkel. Bereits vor 30 Jahren habe man darüber gesprochen, eine zweite Anbindung für den Verkehr zu schaffen. Drei Jahrzehnte später sei das Gewerbegebiet deutlich größer, auf die zweite Anbindung warte man aber immer noch. „So kann es da oben nicht weitergehen“, sagte Henkel. Er sei für dieses Gewerbegebiet, betonte er. Um aber deutlich zu machen, wie wichtig in seinen Augen eine zweite Anbindung ist, stimmte er im Ortsbeirat mit Nein.

von Hartmut Bünger

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