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Spielgeräte kommen im Frühjahr

Parlament Biedenkopf Spielgeräte kommen im Frühjahr

Das Biedenkopfer Parlament hat Geld bewilligt, damit schnellstmöglich die 18 Geräte auf Spielplätzen ersetzt werden, die die Stadt im Sommer aus Sicherheitsgründen abbauen musste.

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Mitte August hat ein externer Spielplatz-Prüfer 18 Geräte auf Biedenkopfer Spielplätzen aus Sicherheitsgründen sperren lassen. Das Parlament hat eine Art Soforthilfe bewilligt, damit die Gelände im Frühjahr 2018 ersetzt werden können.

Quelle: Susan Abbe

Biedenkopf. Mitte August hatte ein externer Experte alle städtischen Spielplätze überprüft. Das Ergebnis: Zehn Spieltürme und acht kleinere Geräte wiesen so starke Mängel auf, dass sie sofort gesperrt und schnellstmöglich abgebaut werden mussten ( wir berichteten).

140.000 Euro braucht die Stadt, um diese Geräte zu ersetzen, ergab eine Rechnung. Ziel ist laut Bürgermeister Thiemig (SPD), Spielgeräte anzuschaffen, die langlebiger sind als die alten hölzernen Klettertürme. Da der nötige Betrag im städtischen Haushalt 2017 nicht eingeplant waren, stünden die Mittel normalerweise frühestens im Frühjahr zur Verfügung – sofern der Etat für 2018 genehmigt wird. Wegen der Ausschreibung und Lieferzeiten könnte die Stadt die Geräte damit wohl kaum vor August aufbauen.

So lange wollten Stadt und Politik aber nicht warten, erklärte der Bürgermeister im Parlament. „Spielplätze sind in ­einer kinderfreundlichen Stadt sehr wichtig“, sagte er und warb dafür, „ein starkes Signal nach außen“ zu senden. Die Botschaft müsse sein: „Wir kümmern uns.“ Genau deshalb hätten Verwaltung und Fraktionen „intensiv gerechnet und ­beraten“. Ergebnis: Biedenkopf kann sich die 140.000 Euro auch schon in diesem Jahr leisten. Im Parlament hielten das alle für eine gute Idee: Die Stadtverordneten sprachen sich einstimmig dafür aus, das Geld noch dieses Jahr in die Hand zu nehmen. Die Stadt kann nun direkt in die Ausschreibung gehen. Im Dezember könnten die neuen Geräte schon geliefert werden, hofft Thiemig. Je nach Wetterlage könnte die Stadt mit dem Aufbau zum Jahresende oder im Frühjahr 2018 beginnen.

Bürgermeister stellt sich vor seine Mitarbeiter

Positiv sah das auch Michael­ Miss, Fraktionschef des Bürgerblocks (BB). Er erinnerte aber auch daran, dass die Zählgemeinschaft aus CDU, BB und FDP schon im Mai Probleme auf den städtischen Spielplätzen gesehen hatte. Die Kritik, dass einige Flächen „in einem relativ schlechten baulichen Zustand“ seien, hatte der Bürgermeister damals allerdings entschieden zurückgewiesen. „Der Beweis, dass Sanierungsbedarf besteht, hat uns jetzt eingeholt“, sagte Miss rückblickend. Die „plötzliche Häufung“ massiver Mängel auf den Spielplätzen finde er „verwunderlich“, ergänzte er.
Und CDU-Fraktionschef Siegfried Engelbach erklärte, dass es künftig wichtig sei, zuerst die Bestandspflege in den Blick zu nehmen, bevor Geld in neue Projekte investiert wird.

Zur Spielplatz-Debatte vom Mai erklärte der Bürgermeister schließlich: Damals habe er nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet. Ausgehend von seinem jetzigen Kenntnisstand sähe das „heute anders aus. Das ist objektiv so“, sagte er. „Woran das liegt“, dass mit einem Schlag 18 Spielgeräte sofort gesperrt werden mussten, „kann ich auch nicht sagen“, bekannte Thiemig. Letztlich sei es mit den Spielgeräten wohl wie mit einem alten Auto, das es irgendwann nicht mehr durch den Tüv schafft. Weitere Erklärungsversuche seien Spekulation. „Ich würde vor persönlichen Unterstellungen warnen“, sagte der Bürgermeister und betonte, dass er sich vor seine Mitarbeiter stelle.

von Susan Abbe

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