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Eine Nacht von „offen“ bis „Horror“

Nacht der ­offenen Kirchen Eine Nacht von „offen“ bis „Horror“

Zur ersten „Nacht der ­offenen Kirchen“ im ­fusionierten Dekanat 
 Biedenkopf-Gladenbach zählten die Kirchengemeinden insgesamt mehrere hundert 
Besucher.

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Konfirmandinnen sorgten in der historischen Emmauskapelle Hatzfeld für besinnliche Atmosphäre.

Quelle: Klaus Kordesch

Biedenkopf. „Wir können nur empfehlen, sich ins Auto zu setzen und mehrere Kirchen zu besuchen“, berichtete ein Ehepaar, das aus Biedenkopf in die nur von Kerzen erleuchtete kleine Kirche in Lindenhof gekommen war. Dort konnte man ein Licht auf den Altar stellen, im Gebet verharren und die besondere Atmosphäre des Raumes aufnehmen.

Zuvor besuchten die beiden schon das gut einstündige Konzert der aus Niederasphe stammenden Band „Leuchtfeuer“ in Hatzfeld-Holzhausen. „Von hier wollen wir weiter nach Wiesenbach, da gibt es immer zur vollen Stunde Musik und Lesungen, außerdem ist die Kirche von außen angestrahlt“, erzählen sie.

„Viele Kirchengemeinden haben jeweils zur vollen Stunde eine kurze Andacht, eine musikalische Impression oder eine andere Aktion angeboten, so dass der Wechsel zwischendurch gut bewerkstelligt werden konnte“, erläutert Klaus Kordesch, der die zweijährig stattfindende­ „Nacht der offenen Kirchen“ ­koordinierte. „Wer am Samstagabend mehrere Kirchen besucht hat, konnte sich einen kleinen Eindruck von der beeindruckenden Vielfalt des Glaubenslebens in unserer Region verschaffen“, sagt er.

Horror-Jugendgottesdienst in Roßbach

Erstmals beteiligte sich auch eine katholische Kirche an der Aktion: In Hatzfeld/Eder öffnete die St. Hubertuskirche ihre Türen. Nach der Eröffnung, zu der rund 20 Personen kamen, gab es eine akustische Überraschung in Gestalt des Herdecker Alphorntrios.

Derweil fand jenseits der Sackpfeife in Bischoffen-Roßbach der „offizielle Horror-Jugend-Gottesdienst“ der Evangelischen Jugend im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach unter dem Motto „Scream in Church“ statt.

Was man mit einer elektronischen Orgel bewerkstelligen kann, offenbarte Dekanatskantor Burghardt Zitzmann, der in der Hartenroder Kirche einen musikalischen Bogen von der Lutherzeit bis in die Gegenwart spannte. Wie vielerorts war zwischendurch Zeit für Begegnungen, Gespräche und einen kleinen Imbiss.

Meditationen, Lesungen und Musik

In Eckelshausen lud die Kirchengemeinde zu einem Konzert von Musizierenden aus der Gemeinde ein, an dem Heiner Häcker und seine Percussion-Gruppe, Hanna Hansen und Karin Runzheimer-Hansen, Kira Nassauer mit Catherine Debus-Donges und Johanna Rompf, Holger Gesche sowie Klaas Hansen beteiligt waren.

In Dautphe war die historische Martinskirche für „Mit Lyrik und Musik in den Herbst“ von Rüdiger Jung und Karl-Wilhelm Müller geöffnet. In Nieder- und Oberhörlen konnten die Besucher bei Kerzenlicht und leiser Hintergrundmusik zu stiller Andacht und Gebet zusammenkommen. In Runzhausen gab es den Abend über Stundengebete, Meditationen, Lesungen und Musik für die Gäste.

Mehrfach sei der Wunsch geäußert worden, die „Nacht der offenen Kirchen“ künftig jährlich stattfinden zu lassen, berichtet Kordesch.
Klaus Kordesch ist für die Öffentlichkeitsarbeit im evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach zuständig.

von Klaus Kordesch

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