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Mit Ukulele für den Frieden

Musikprojekt für Flüchtlinge Mit Ukulele für den Frieden

Ohne Vorkenntnisse haben einige Flüchtlinge in Biedenkopf das Lied „Give peace a chance“ einstudiert und aufgenommen. Ein Video davon ist 
im Internet zu finden.

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Zusammen mit einer Gruppe Flüchtlinge hat Stefan Briel das Lied „Give peace a chance“ aufgenommen.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. John Lennons Klassiker „Give peace a chance“ aus dem Jahr 1969 gilt als einer der bekanntesten Anti-Kriegs-Songs aller Zeiten. Seine Popularität hat sich jetzt auch der Breidensteiner Musiker Stefan Briel mit einer Gruppe Flüchtlinge zunutze gemacht.

Briel hatte interessierte Flüchtlinge zu drei Terminen eingeladen, bei denen sie den Song als Chorversion einstudieren wollten. Leider habe die Resonanz dafür nicht ganz ausgereicht, gestand Briel: Ein Chor aus nur zehn Mitgliedern sei doch ein wenig mickrig. Von seinem Plan, das Lied gemeinsam mit den Flüchtlingen zu singen und ein Video auf Youtube zu veröffentlichen, ließ sich der Musiker aber nicht abbringen.

Allerdings musste dafür etwas improvisiert werden. Das sei angesichts des Engagements der Flüchtlinge aber kein Problem gewesen. „Einer konnte­ Keyboard spielen, drei andere­ ­haben sich gleich die Ukulelen geschnappt“, erzählt Briel. Statt eines Chores entschied er deswegen, ein kleines Ensemble zu bilden, das die Botschaft des Songs transportieren sollte. Mit gerade einmal zwei Akkorden sei das Lied leicht zu lernen, so Briel.

Briel: Der Spaß ist schon ein Erfolgserlebnis

Tatsächlich hatten die knapp zehn Teilnehmer das Stück nach einer guten Stunde bereits verinnerlicht und begleiteten Briel, der mit seiner Ukulele­ den Takt vorgab, sowohl singend, als auch rhythmisch mit ihren ­Instrumenten.

Um die beiden anderen Probentage noch zu füllen, entschied Briel schließlich, die ­eigene Interpretation von „Give­ peace a chance“ noch ein wenig anzureichern. So bat er die Flüchtlinge, den Refrain jeweils in ihre Landessprache zu übersetzen.

Den Anfang machte Ahmed mit Arabisch. Dazu schrieb er die Textzeile in einer art „Lautschrift“ auf einen große Papierbogen, sodass die anderen sie sehen und gleich mitsingen konnten. Als weitere Sprachen folgten Persisch und Kurdisch.

Auch wenn der ursprüngliche Plan nicht ganz hingehauen habe, zähle letztlich doch das Erfolgserlebnis, und dass alle Beteiligten Spaß an der Aktion hatten, sagte Briel. Außerdem sei es am Ende egal, wie viele Sänger sich beteiligten – der Song vermittele eine klare Botschaft und darum gehe es schließlich vor allem.

Im Herbst wird es seitens der Stadt Biedenkopf ein weiteres Musikprojekt mit Flüchtlingen geben. Auch an diesem Projekt wirkt Briel mit.

von Sascha Valentin

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