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Sanierung dauert noch bis 2018

Marktplatz 2 Sanierung dauert noch bis 2018

Der Umbau des Hauses „Marktplatz 2“ in Biedenkopf dauert länger als erwartet. Die Stadt saniert doch mehr Räume, als ­ursprünglich vorgesehen.

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Der Kran, der monatelang an 
der Baustelle Marktplatz 2 im Einsatz war, ist inzwischen abgebaut. Die Rohbaugewerke sind erledigt. Weiter geht es jetzt mit Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten.

Quelle: Susan Abbe

Biedenkopf. „Wir sind insgesamt mit der Baustelle zufrieden“, zieht Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) eine positive Zwischenbilanz. Seit Januar laufen die Sanierungsarbeiten im Inneren des Hauses. Seither gehe es gut voran, betont der zuständige Bauamtsmitarbeiter Thorsten Schmack. Die Rohbaugewerke sind erledigt. Weiter geht es mit Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten.

„Die Firmen, die bisher hier waren, haben einen guten Eindruck hinterlassen“, erklärt Schmack. Auch kostenmäßig sei alles im Lot. Bisher habe die Stadt Arbeiten für 1,6 Millionen Euro vergeben. Insgesamt sind rund 2,5 Millionen eingeplant.

Positiv auch: Die Stadt habe­ 
für alle ausgeschriebenen ­Arbeiten „verwertbare Angebote“ von Firmen bekommen, angesichts der übervollen Auftragsbücher vieler Unternehmen nicht selbstverständlich. Schmack verweist dabei auf die Obermühlsbrücke, deren Neubau die Stadt verschieben musste, weil keine Baufirma zu finden war.

Ursprüngliches Ziel war „sportlich“

Den zuletzt angepeilten Fertigstellungstermin Ende 2017 für „Marktplatz 2“ kann die Stadt allerdings nicht halten, räumen Schmack und Thiemig ein. Die künftigen Mieter des Hauses seien bereits informiert, dass es mit dem Einzug erst im Jahr 2018 klappt. Einen Termin könne man im Herbst oder Winter nennen, sagt der Bürgermeister.

Gründe für die Verzögerung gibt es laut Schmack und Thiemig mehrere. Das Ziel, Ende 2017 fertig zu werden, sei sowieso „sportlich“ gewesen, sagt Schmack. Denn: „Bei einer Baustelle wie dieser taucht immer wieder mal was auf.“ Es sei zum Beispiel nachträglich noch ein marodes Deckenfeld entdeckt worden.

Das Problem in solchen Fällen: Die Stadt muss jedes Mal viele verschiedene Beteiligte – vom Architekten über mehrere Fachplaner bis zum Denkmalschutz – hören. Das dauere einfach, sagt Schmack. Die Folge sind Verzögerungen, die sich aber eben bei einem so anspruchsvollen Projekt kaum vermeiden ließen, sagt Bürgermeister Thiemig. Ausgehend von der Größe und Komplexität der Aufgabe bleibt der Bürgermeister dabei: „Die Baustelle und das Projekt laufen richtig gut.“

Kurzfristig weitere 
Räume vermietet

Darüber hinaus hat Thiemig eine weitere positive Nachricht: Auch das zweite Obergeschoss vom „Marktplatz 2“ ist inzwischen nahezu komplett vermietet. Zuletzt hatte es dort noch Leerstand von 120 Quadratmetern gegeben. Laut Thiemig übernimmt das Beratungszentrum „Der Treff“, das zuvor schon Räume im ersten und zweiten Obergeschoss gemietet hatte, weitere Räume im zweiten Obergeschoss. Damit stehe nun nur noch eine Fläche von 45 Quadratmeter im zweiten Obergeschoss leer, sagt Thiemig. „Unser Ziel einer kompletten Nutzung haben wir damit fast erreicht.“

Verbunden mit der zusätzlichen Vermietung entstehen ­zusätzliche Baukosten. Die ­betreffenden Räume sollten ­ursprünglich im Zuge der jetzigen Arbeiten gar nicht saniert werden. Entsprechend wurde­ dieser Bereich des Gebäudes bisher auch bei der Kostenermittlung nicht berücksichtigt.

Das muss nun nachgeholt werden. Was die zusätzlichen Arbeiten im zweiten Obergeschoss des Hauses kosten werden, könne er noch nicht sagen, sagt der Bürgermeister. Positiv sieht er die Entwicklung aber – trotz der Mehrkosten – auf jeden Fall. Denn die Baufirmen und Handwerker seien nun einmal im Haus und könnten die zusätzlichen Arbeiten so in einem Zuge miterledigen. „So günstig wie jetzt kommen wir nicht mehr an diese Leistungen ran“, sagt Bürgermeister Thiemig.

von Susan Abbe

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