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Mehr Kultur für Kinder und Jugend

Neuer Kulturreferent Mehr Kultur für Kinder und Jugend

Der neue Biedenkopfer Kulturreferent hat sich den Stadtverordneten im Ausschuss für Jugend und Soziales vorgestellt. Dabei berichtete er auch über seine ersten Pläne.

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Der neue Kulturreferent hat das jüngste Schlossfestspiel – hier eine Szene aus „Die Hatzfeldt“ – schon in Biedenkopf miterlebt. Künftig will er den Bereich des Kinder- und Jugendtheaters ausbauen.

Quelle: Nadine Weigel

Biedenkopf. Zum 1. August trat Frank Johannes Wölfl seine Stelle an. Einige Monate arbeitete er parallel zur damaligen Kulturreferentin Birgit Simmler, erlebte die Arbeit am Musical „Die Hatzfeldt“ mit. Das sei eine glückliche Fügung gewesen, unterstrich Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD), habe Wölfl so davon einen Eindruck gewonnen, wie seine Vorgängerin die Schlossfestspiele gestaltete. Frank Wölfl selbst sagte im Jugend- und Kulturausschuss der Stadt, er habe so Organisationsstruktur, Ensemble und Sponsoren der Veranstaltungsreihe kennengelernt.

Der Kulturwissenschaftler sammelte nach eigenen Worten Erfahrungen in der Literatur und im Theater ebenso wie in der Bildenden Kunst und der Pädagogik. „Ich habe auch sehr viel Kindertheater gemacht“, fügte Wölfl hinzu – als Schauspieler, Regisseur und Produzent. Besonders am Herzen liegen ihm nach eigenen Worten soziokulturelle Projekte.

Der gelernte Industriekaufmann arbeitete auch schon in der Marketing-Abteilung einer großen deutschen Automarke. Als Fotograf war er in Schulen und Kindergärten unterwegs.

Zuletzt war er am Staatstheater Stuttgart für die Disposition zuständig. „Deshalb habe ich mich auch in Biedenkopf beworben“, sagte Wölfl (Archivfoto: Susan Abbe), „weil man ein Allround-Talent gesucht hat.“

Auch weil er merkte, dass es ihm zu wenig ist, sich nur dem Theater zu widmen, wie er es in den vergangenen Jahren tat, war ein Grund für seine Anfrage in Biedenkopf. „Natürlich sind die Fußstapfen von Birgit Simmler groß“, gibt Wölfl zu. Nicht nur den Musicals im Biedenkopfer Schloss habe sie ihren Stempel aufgedrückt, auch viele andere Bereiche der Kulturarbeit – wie Neujahrskonzert, Literaturtage 
und Jugendtheater – habe sie organisiert und gestaltet.

Ein festes Programm hat er zwei Monate nach Arbeitsbeginn noch nicht, wohl aber Vorstellungen, in welche Richtung die Reise gehen soll. So will der neue Kulturreferent das Kinder- und Jugendtheater in Biedenkopf ausbauen, indem er ein Kindermusical in die Schlossfestspiele integriert. „Da greifen wir auf Bewährtes zurück“, erklärte Wölfl den Mitgliedern des Ausschusses. Erfahrungsgemäß würden Eltern und Kinder eher auf bekannte Stoffe anspringen.

Ziel: Beitrag zur Integration von Asylbewerbern leisten

Darüber hinaus will er seitens der Stadt einen Beitrag zur Kulturarbeit in den heimischen Schulen leisten. Vorstellen kann er sich beispielsweise, mit ­einer Musical-Arbeitsgruppe zusammenzuarbeiten. Aber auch in der Bildenden Kunst könnte sich die Stadt verstärkt engagieren, etwa mit einem Graffiti-Workshop. Überhaupt schwebt Wölfl vor, Eltern und Erzieher zu unterstützen, indem die Stadt interessante kulturelle Angebote schafft.

Ein weiterer Punkt ist für ihn die Arbeit mit Flüchtlingen. In den vergangenen Jahren war ein Teil der Kulturarbeit in Form einzelner Projekte auch dem Ziel gewidmet, einen Beitrag zur Integration von Asylbewerbern zu leisten. Diesen Arbeitszweig möchte Wölfl weiterführen und ausbauen, sodass sich das Angebot über das gesamte Jahr erstreckt.

von Hartmut Bünger

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