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Radler starten möglichst früh

Hinterland-Tour Radler starten möglichst früh

Das Wetter war den Radfahrern gnädig. Ein umgestürztes Landwirtschaftsfahrzeug war die einzige Klippe, die die Teilnehmer der Rotarier-Tour umschiffen mussten.

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Hunderte Radfahrer sammeln auf dem Familien-Radweg, den der Rotary Club 2008 markiert hat, Kilometer für „ihre“ Grundschule.

Quelle: Hartmut Bünger

Biedenkopf. Bange blickten die Organisatoren der Rotary-Hinterland-Tour am Morgen auf ihre Wetter-Apps. Die Vorhersage hatte Arges verheißen. Doch die Regenwolken machen fünfeinhalb Stunden lang einen Bogen ums Hinterland. Bis zur Schließung der sieben Stempelstationen fällt kein Tröpfchen vom Himmel.

Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn der Tour tauchten die ersten Radfahrer an den Stationen auf. Und auch der große Andrang zur Startzeit um 10 Uhr zeigte, dass offenbar viele vor dem angekündigten Nachmittagsregen unterwegs sein wollten.

Eröffnet wurde die Tour diesmal auf der „Bleiche“. Clubpräsident Michael Weiler und Schirmherr Thomas Schäfer (CDU) gaben das Startsignal. Wenige Minuten später machte sich ein großer Pulk an ­Ehrengästen auf den Weg, den 35 Kilometer langen Rundkurs oder zumindest einen Teil davon zu bewältigen. IHK-Präsident Eberhard Flammer und Landrätin Kirsten Fründt (SPD) gehörten ebenso dazu wie Jochen Lang, Schulleiter der Hinterlandschule. Andere Schulleiter, Sponsoren und Bürgermeister waren ebenfalls vertreten.

Station schließt Lücke zwischen Breidenstein und Dautphe

„So groß war die Gruppe noch nie“, staunte Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD). Der hessische Finanzminister indes verzichtete auf eine Rundfahrt – vor die Wahl gestellt, sagte Schäfer mit einem Schmunzeln, habe er sich dann für den anderen Termin, ein Kartoffelbraten, entschieden.

Von 10 bis 15.30 Uhr drehten die Teilnehmer ihre Runden auf der Strecke quer durchs Hinterland und traten dabei für einen guten Zweck in die Pedale. Denn die von den Rotariern ausgeschriebene Spendensumme von 5000 Euro kommt den teilnehmenden Grundschulen im Hinterland ­zugute. Wie groß der Anteil daran ist, bestimmen deren Schüler selbst. Denn je mehr Kilometer Kinder, Eltern, Ehemalige und sonstige Unterstützer einer Schule zurücklegen, desto größer fällt der Anteil für ihre Einrichtung aus.

Darüber hinaus beteiligten sich die Schulen mit eigenen Verpflegungsstationen entlang der Strecke. Meist waren es die Fördervereine, die die Radler zu einer Rast einluden und sie mit Getränken und Snacks versorgten. Positiv registrierten viele Eltern, dass es in Niedereisenhausen wieder einen Verpflegungsstand des Fördervereins aus Oberdieten gab – er schloss die Lücke zwischen Breidenstein und Dautphe. Außerdem waren an der Strecke zwei Servicestationen eingerichtet, an denen Profis störrische Drahtesel wieder flott machten.

Stempelkarten werden noch ausgezählt

Ein größeres Problem gab es zeitweise bei Hommertshausen: Dort war ein landwirtschaftliches Gefährt umgestürzt, sodass die Radstrecke gesperrt werden musste. Kurzfristig schilderten die Rotarier deshalb eine Umleitungsstrecke aus.

Neben den Grundschulen hatte der Rotary Club in diesem Jahr noch zwei weitere Empfänger der Spenden ausgewählt: Mit dem Geld der Sponsoren sollen auch die Arbeit des Hospizdienstes Immanuel in Gladenbach sowie begabte Musiker an der Biedenkopfer Lahntalschule unterstützt werden.

Welche Grundschule die meisten Kilometer auf ihrem Konto verbuchen kann, steht noch nicht fest. Die Organisatoren werten noch die schätzungsweise 1000 Stempelkarten aus.

Zwei Gewinner gibt es allerdings schon. Erstens die siebenjährige Livia Voycena – sie gewann im Anschluss an die Tour während der völlig verregneten Hauptverlosung auf der „Bleiche“ ein Kinder- und Jugendfahrrad. Und zweitens alle, die teilgenommen haben. Denn das sei ja eins der Ziele der Tour, unterstrich Clubpräsident Michael Weiler: dass Familien zusammen in der Natur unterwegs sind und etwas für ihre Gesundheit tun.

von Hartmut Bünger 
und Sascha Valentin

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