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Für die Schulen auf den Drahtesel

Hinterland-Tour Für die Schulen auf den Drahtesel

Der Rotary Club Biedenkopf lädt zum Radfahren mit Familie und Freunden ein. Die neunte Hinterland-Tour zugunsten der heimischen Grundschulen läuft am Samstag von 10 bis 15.30 Uhr.

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Der Rotary Club Biedenkopf lädt zu seiner Hinterland-Tour ein. Erneut können sich Schüler und Eltern sowie andere Familienangehörige und Freunde für eine Grundschule starkmachen

Quelle: Archiv

Biedenkopf. Bewegung an der frischen Luft und einen wohltätigen Zweck verfolgen – das können die Teilnehmer an der Rotarier-Radtour verbinden.
Wie in den vergangenen Jahren können alle Teilnehmer mit ihrer Fahrt Kilometer für eine Grundschule ihrer Wahl sammeln. Je höher am Ende deren Kilometerkonto ist, desto höher der Anteil an den 5000 Euro, die der Rotary Club Biedenkopf für Projekte an den Schulen zur Verfügung stellt.

Nicht nur die Schulen werden durch das Preisgeld zu Gewinnern. Durch die Hilfe diverser Sponsoren unterstützt der Rotary Club in diesem Jahr zudem die Musikförderung an der Lahntalschule Biedenkopf sowie den Hospizdienst „Immanuel“, der im Begriff ist, seine Arbeit im nördlichen Hinterland auszuweiten.

Nicht zuletzt profitieren in den Augen der Rotarier auch alle Teilnehmer, die sich mit ihren Angehörigen und Freunden am kommenden Samstag auf die Drahtesel schwingen. „Ein Ziel unserer Tour war schon immer, dass Familien gemeinsam etwas in unserer herrlichen Landschaft unternehmen“, sagt Michael Weiler, der Präsident des Rotary Clubs Biedenkopf.

Neunte Auflage plus eins

Im Jahr 2008 haben die Rotarier den etwa 35 Kilometer langen Rundkurs, der einmal durch das Hinterland führt, mit insgesamt 250 Schildern ausgezeichnet. Gedacht war der Radweg ausdrücklich für Familien. „Wir wollen der Bewegungsarmut in Deutschland demonstrativ etwas entgegensetzen“, sagte der damalige Präsident Manfred Hoffmann bei der Präsentation des Radweges. Zudem sei er als ein weiterer Baustein gedacht, um die Attraktivität der Region für Bürger und Touristen zu erhöhen.

Schon im Jahr 2008 luden die Rotarier zu einer Benefiztour für die Samburu-Hilfe ein, so dass nun genau genommen bereits die zehnte Tour stattfindet. Ihren Charakter als Aktion mit den Grundschulen und für die Grundschulen erhielt die Rotary-Hinterland-Tour allerdings erst im Folgejahr.

Bananen und Wasser kostenlos

An sieben Stationen können die Teilnehmer in den Rundkurs einsteigen. Wer bis zum Startpunkt schon eine längere Fahrt auf dem Rad hinter sich hat, erhält auch diese Kilometer ­gutgeschrieben. Anschließend wird die Stempelkarte der Teilnehmer an jeder Station abgezeichnet. Für jeden Streckenabschnitt gibt es fünf Kilometer aufs Konto. Wer die gesamte Runde schafft, bekommt einen Bonus von fünf Kilometern. Einzige Ausnahme sind dabei die Nutzer von E-Bikes. Um deren Vorteil zu berücksichtigen, entfällt für sie der Bonus.

An den Stationen halten die Rotarier für die Radler kostenlos Mineralwasser und Bananen bereit. Um den großen Hunger kümmern sich die Fördervereine der Grundschulen: in Niedereisenhausen der Förderverein der Grundschule Oberdieten, in Dautphe der Förderverein der MPS Dautphetal und in Breidenstein der Förderverein der Endenbergschule. In Biedenkopf ist in diesem Jahr wieder der Förderverein der Grundschule Wallau an der Reihe.

Verlosung mit
 50 Sofortgewinnen

Apropos Biedenkopf: Die dortige Station ist wieder hinter der Lahntalschule zu finden. „Dort haben wir Toiletten zur Verfügung“, nennt Eckhardt Debus, einer der Organisatoren, einen großen Vorteil gegenüber dem ehemaligen Platz an der „Bleiche“. Wegen der Einschränkungen an der Obermühlsbrücke bittet er alle Teilnehmer um gegenseitige Rücksichtnahme.

An den Stempelstationen gibt es gegen eine Spende in ­Höhe von einem Euro je ein Los. An jeder Station gibt es 50 Sofortgewinne. Jedes Los – auch die Nieten – bieten zudem die Chance auf einen der Hauptgewinne, unter anderem ein Kinder- und Jugendfahrrad. Wer gewinnen will, muss allerdings zur Ziehung der Hauptgewinner um 16.30 Uhr in Biedenkopf selbst vor Ort sein.

Das Projekt der Rotarier mit der Diakonie und der Eingliederungshilfe, alte Fahrräder für Flüchtlinge und sozial schwache Menschen aufzuarbeiten, läuft derweil weiter. Wer ein Fahrrad hat, das er nicht mehr braucht und das sich noch aufarbeiten lässt, kann dies laut der Organisatoren am Samstag gerne an einer der Stationen 
abgeben.

von Hartmut Bünger

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