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Für Windkraft gibt die Stadt kein Land her

Stadtparlament Biedenkopf Für Windkraft gibt die Stadt kein Land her

Das Parlament will alles Mögliche tun, um weitere Windräder nahe der Stadt und der Stadtteile zu verhindern. Das haben die Stadtverordneten einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen.

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Mit dem Windpark Schwarzenberg sehen die Biedenkopfer ihren Beitrag zur Energiewende erfüllt.

Quelle: Petra Bork / pixelio.de

Biedenkopf. Den entsprechenden Antrag hatten alle Fraktionen gemeinsam erarbeitet. Er sieht vor, dass Biedenkopf für zusätzliche Windenergieanlagen keine­ ­städtischen Flächen mehr zur Verfügung stellen wird. Zudem soll der Magistrat prüfen, welche weiteren Möglichkeiten­ bestehen, um den Bau neuer Windräder auf Biedenkopfer Gebiet zu verhindern.

Hintergrund ist, dass die Krug Energie GmbH derzeit plant, drei oder vier Windräder mit ­einer Höhe von 230 Metern nahe Engelbach und Dexbach zu bauen. Der Windpark würde etwa zwei Kilometer von Dexbach entfernt entstehen. Das Unternehmen ist bereits im Gespräch mit den Eigentümern der für das Projekt benötigten Flächen, um Pachtverträge abzuschließen. Neben vielen Privatleuten besitzt auch die Stadt Biedenkopf Grundstücke in dem Gebiet.

Die Biedenkopfer Parlamentsfraktionen sind sich aber einig darüber, dass die Stadt mit den vorhandenen Windrädern auf dem Schwarzenberg ihren Beitrag zur Energiewende bereits geleistet habe.

SPD: Entscheidung pro Schwarzenberg war richtig

Jörg Michel (BB) begrüßte den gemeinsamen Beschluss grundsätzlich, äußerte zugleich aber nachträglich heftige Kritik daran, dass das Biedenkopfer Parlament vor Jahren den Bau der Windräder auf dem Schwarzenberg ermöglicht hatte. Die „kämpferische Einstellung“ ­gegen Windräder hätte er sich schon damals gewünscht, sagte­ Michel.

Die SPD-Fraktion stehe zu der Entscheidung für den Windpark auf dem Schwarzenberg, erklärte Britta Schlenkrich-Schwarz. „Wir sind froh, dass wir damit unseren Beitrag zur Energiewende geleistet haben.“ Die Anlagen auf dem Schwarzenberg seien „kein schlimmer Anblick“. Dennoch: Mit dem „Bataillon“ auf dem Schwarzenberg sei es genug. „Das ist auch der Bürgerwille.“ Die SPD-Politikerin betonte aber, dass es wichtig sei, künftig Energie zu sparen. Mit Sorge sehe sie deshalb den derzeit in den Biedenkopfer Gremien diskutierten Vorschlag, künftig die Straßenlampen in allen Stadtteilen nachts durchgängig brennen zu lassen.

von Susan Abbe

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