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Betrugsmasche verunsichert Bürger

Falsche Spendensammler Betrugsmasche verunsichert Bürger

Der Landkreis stellt klar: Die Biedenkopfer Rettungswache bleibt bestehen. Spendensammlungen für diesen Zweck sind nicht nötig.

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Es gibt keine Pläne, die Rettungswache in Biedenkopf zu schließen. Der Landkreis warnt vor einer Betrugsmasche.

Quelle: Landkreis

Biedenkopf. Derzeit ist mindestens ein Mann im Hinterland unterwegs, der behauptet, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der DRK Rettungsdienst Mittelhessen planen, die Rettungswache in Biedenkopf zu schließen und er will deshalb Spenden für den Erhalt sammeln. „Es ist höchst verwerflich, wenn hier versucht wird, mit der Angst der Menschen vor einer schlechteren notfallmedizinischen Versorgung Gewinne für eine Organisation zu erzielen“, sagt Markus Müller, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH.

„Das ist ein ganz schlechter Stil. Wir warnen ausdrücklich davor, an der Haustür solche Spendengeschäfte auf der ­Basis fadenscheiniger und abenteuerlicher Geschichten abzuschließen. Deshalb haben wir auch die Informationen zu den Vorfällen in Biedenkopf an die Polizei zur weiteren Prüfung weitergeleitet“, sagt Müller weiter. Der Landkreis teilt in einer ­gemeinsamen Presseerklärung mit, dass die Rettungswache ­definitiv nicht geschlossen werden soll. Auch sollen die Rettungswagen nicht aus Biedenkopf abgezogen oder die rettungsdienstliche Versorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf beeinträchtigt werden.

„Wichtig ist auch der Hinweis, dass der öffentliche Rettungsdienst nicht aus Spenden oder durch Mitgliedsbeiträge für Hilfsorganisationen finanziert wird“, erklärt Lars Schäfer, Leiter des für den Rettungsdienst zuständigen Fachbereichs Gefahrenabwehr beim Landkreis Marburg-Biedenkopf. Auch die Entscheidung über die Stationierung von Rettungswagen läge nicht bei den Hilfsorganisationen, die im Auftrag des Landkreises Marburg-Biedenkopf den Rettungsdienst leisten.

Der Mann, der im Hinterland mit der Masche unterwegs ist, habe zahlreiche Bürger in Biedenkopf und Umgebung verunsichert, heißt es in der Pressemitteilung. „Die rettungsdienstliche Versorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist sehr gut. Notärzte und Rettungswagen sind so im Kreis verteilt, dass eine Versorgung innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist möglich wird“, sagt Schäfer.

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