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Ein Schritt in Richtung Entlastung

Ortsumgehung Eckelshausen Ein Schritt in Richtung Entlastung

Die Ortsumgehung Eckels­­hausen wird laut aktuellen Berechnungen rund 21 Millionen Euro kosten, teilt Hessen Mobil mit.

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Der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Ortsumgehung Eckelshausen gestellt. Das Archivfoto zeigt die Bundesstraße 62.

Quelle: Gianfranco Fain

Eckelshausen. Am Dienstag hat Hessen Mobil die Planfeststellungsunterlagen für die Ortsumgehung Biedenkopf-Eckels­hausen dem Regierungspräsidium Gießen übergeben. Dies teilte Hessen Mobil am Dienstag mit. Nachdem die Bundesrepublik als Baulastträger ihre Zustimmung zum Projekt gegeben hat, wird damit der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gestellt.

Die Bundesstraße 62 verläuft von Biedenkopf kommend in der Lahnaue durch Eckelshausen hindurch in Richtung Kombach und weiter nach Marburg. Die geplante Ortsumgehung Eckelshausen schließt an die bereits fertiggestellte Ortsumgehung von Biedenkopf und Wallau an. Sie führt auf einer neuen Trasse mit einer Länge von rund 2,7 Kilometern westlich an Eckelshausen vorbei (siehe Grafik unten) und schließt südlich von Eckelshausen an den weiteren Verlauf der B 62. Für die Ortsumgehung muss die Anbindung der B 453 an die B 62 verlagert werden. Die B 453 wird dann außerhalb von Eckelshausen an einer Einmündung auf die B 62 treffen. Dort wird dann eine Ampel den Verkehr regeln.

Die B 62 verbindet als überregionale Verkehrsachse den Raum Marburg mit dem Raum Siegen/Wittgenstein. Die Umgehungsstraße soll Eckelshausen komplett vom Durchgangsverkehr und damit von Lärm und Schadstoffen entlasten, erklärt Sonja Lecher, Pressesprecherin für Hessen Mobil Westhessen. Auch die Verkehrssicherheit im Ort solle damit verbessert werden. Bislang fahren täglich im Durchschnitt rund 15.350 Fahrzeuge, davon rund 800 Lkw auf der B 62 durch Eckelshausen. Diese Zahlen gehen aus der Verkehrszählung des durchschnittlichen täglichen Verkehrs von Hessen Mobil aus dem Jahr 2010 hervor.

Lahntalradweg bekommt Unterführung

Die Umgehungsstraße soll im mittleren Abschnitt weitgehend entlang der Bahnstrecke verlaufen. Die Verkehrstrassen werden somit gebündelt, um weniger Flächen zu zerschneiden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Trasse soll aufgrund der Lage im Lahntal auf einem Damm verlaufen. Zwischen dem Straßenverlauf und der Lahn wird dem alten Verlauf des Flussbettes entsprechend ein Lahn-Nebenarm angelegt. Diese­ Arbeiten stellen auch den Hauptteil des landespflegerischen Ausgleichs für die Ortsumgehung dar, erklärt Lecher.

Die Umgehungsstraße wird nördlich und südlich von Eckelshausen zweimal die Lahn mit ihrem Überschwemmungsgebiet überqueren. Für den Lahntalradweg ist eine Unterführung unter der B 453 vorgesehen, sodass die Radfahrer die Bundesstraße nicht mehr queren müssen.
Die Umgehung werde, inklusive des erforderlichen Grunderwerbs, laut aktuellen Berechnungen rund 21 Millionen Euro kosten, erklärt Lecher. Die Kosten trägt der Bund.

Die Vorgeschichte der Planung für die Ortsumgehung Eckels­hausen reicht bis in die 1980er-Jahre zurück, als die Ortsumgehungen für Wallau, Biedenkopf und Eckels­hausen in einem Zuge geplant wurden. Die Ortsumgehung Biedenkopf und Wallau wurde zunächst eigenständig umgesetzt und 2002 fertiggestellt. Da die geplante Ortsumgehung Eckelshausen durch das FFH-Gebiet „Obere Lahn mit Wetschaft und Nebengewässern“ sowie das Landschaftsschutzgebiet „Lahn-Ohm“ verläuft, besteht für das Projekt ein besonderer naturschutzrechtlicher Planungsauftrag.

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