Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Feuerwehrnachwuchs baut Nistkästen

Zusammenarbeit mit Gartenbaufreunden Feuerwehrnachwuchs baut Nistkästen

Das emsige Werkeln im Feuerwehrgerätehaus 
ist schon von Weitem zu hören. Die Jugendfeuerwehrleute bauen Nistkästen. Der Obst- und Gartenbauverein ist mit im Boot.

Voriger Artikel
Am Marktplatz 2 geht’s hoch her
Nächster Artikel
Mehr Musiker seit Rückkehr zu G 9

Chiara Rappl (von links), Hannah Engelbach, Nele Schmitt und Kira Nassauer beim Einpassen und Schrauben.

Quelle: Erich Frankenberg

Eckelshausen. „Das Projekt trägt zu einer stärkeren Wertschätzung der einheimischen Flora und Fauna bei“, betont Meik Tillmann vom Obst- und Gartenbauverein, „je mehr einheimische Organismen Kinder kennen lernen, umso eher achten sie auf diese und setzen sich für deren Schutz ein.“ Die Singvögel würden einen idealen Ansatzpunkt bieten.

Es seien Wildtiere, die gut beobachtet werden können. Kindern und Jugendlichen werde so die Vielfalt und Biologie der heimischen Vogelwelt und dadurch auch der natürliche Lebensraum nähergebracht. „Und durch den Bau von Nistkästen tragen sie aktiv zu deren Schutz bei,“ sagte Meik Tillmann.

Angeleitet von ihm, Tim und Kai Mohrherr sowie den Betreuern der Jugendfeuerwehr Marco Soldan, Anna Schmidt und Benjamin Hebener hatte der Feuerwehrnachwuchs viel Spaß beim Zusammenbauen der Nist-­hilfen. Dabei erfuhren sie unter anderem, welche Kriterien ein Nistkasten für die Höhlenbrüter erfüllen muss. Bevor es ans Sägen, Hämmern und Schleifen ging, hatten die Betreuer die Kinder und Jugendlichen über die verschiedenen Vogelarten und ihr Brutverhalten informiert.

Kinder kennen sich gut mit Werkzeug aus

Die Nistkästen, für die Tillmann den Plan erstellt sowie die Bauanleitung verfasst und mit Bildern anschaulich gemacht hatte, sind vor allen Dingen für Höhlenbrüter geeignet. Dies sind unter anderem sämtliche Meisenarten, wie die Experten erklärten.

Aus den Brettern, die Wolfgang Hebener zugeschnitten und zu einem Bausatz zusammengeführt hatte, konnten die Kinder – mal alleine, mal zu zweit oder auch in der Gruppe – die Nistkästen zusammenbauen. Die Betreuer zeigten sich überrascht, dass sich die Kinder so gut mit Schleifpapier, rau und rissig, der Feile und dem Akkuschrauber auskannten. Dabei standen die Mädchen den Jungen in keiner Weise nach und schraubten, hämmerten und schliffen im Rekordtempo die „Wohnzimmer“ für die gefiederten Freunde zusammen.

Insgesamt wurden 15 Nistkästen gebaut. Am Ende der Werkelei durfte jedes Kind seinen Nistkasten mit nach Hause nehmen und dort im Garten, im Feld oder auch bei der Streuobstwiese aufhängen.

Soldan: „Win-Win-Situation“ für Feuerwehrnachwuchs

Kinder könnten und sollten im Frühling die balzenden, brütenden und flügge werdenden Vögel beobachten, denn „wenn dann die ersten Blau- oder Kohlmeisen in die selbst gebauten Nisthilfen einziehen und brüten, dann ist das ein wichtiges Erfolgserlebnis für die Kinder – der richtige Weg zum praktischen Naturschutz“, sagte Giso Dersch, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.

Jugendfeuerwehrwart Soldan wies auf die „Win-Win-Situation“ des Feuerwehrnachwuchses hin. So würde in den Wintermonaten die allgemeine Jugendarbeit für dieses Projekt genutzt. Damit leisteten die jugendlichen, neben ihrem Einsatz für den Brandschutz, einen weiteren Beitrag für das Allgemeinwohl.

Sowohl Soldan als auch Dersch hoben die Bedeutung der Kooperation zwischen den Vereinen für die dörfliche Gemeinschaft und das ehrenamtliche Engagement hervor.

von Erich Frankenberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr