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Die Berghütte ist Geschichte

Brandruine auf der Sackpfeife Die Berghütte ist Geschichte

Die Reste der Brandruine auf Biedenkopfs Freizeitgelände sind weggeräumt. Nun soll laut Bürgermeister dort etwas „richtig Attraktives“ entstehen.

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Ein Bagger hat die Reste der Brandruine auf der Sackpfeife beseitigt.

Quelle: Hartmut Bünger

Biedenkopf. Der Schock war groß, als die Stadt am Morgen des 5. Mai feststellte, dass die Berghütte in der Nacht abgebrannt war. Vom Herzstück des Freizeitzentrums sprach Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) damals. Jetzt blickt die Stadt wieder nach vorn: „Wir begreifen das jetzt als große Chance, etwas Neues, wirklich Attraktives zu bauen.“

Die Grundvoraussetzung für den Neuanfang ist geschaffen: Am Montag und Dienstag hat eine Fachfirma die Reste der Brandruine abgebrochen. Mit den Aufräumarbeiten hat die Stadt bis jetzt gewartet, weil zuerst die Versicherung die Brandstätte freigeben musste. Denn nach der Polizei hat auch die Versicherung die Überreste der Berghütte untersuchen lassen. Alle Gutachter sind letztlich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Berghütte zu stark zerstört wurde, um den Grund des Feuers ermitteln zu können. „Die Frage nach der Brandursache wird vermutlich unbeantwortet bleiben“, sagt Thiemig dazu.

„Ein Neubau ist unser festes Ziel“

Die Untersuchungen sind damit offenbar abgeschlossen; die Freigabe der Brandruine durch die Versicherung ist inzwischen erfolgt. Wie hoch die Versicherungssumme für die abgebrannte Berghütte ausfällt, steht indes noch nicht fest. Die Versicherung rechnet noch. Der Wiederherstellungswert des Hauses fließt dabei ebenso ein wie die Alterswertminderung, erklärt der städtische Bauamtsmitarbeiter Thorsten Schmack.

Was am Ende herauskommen wird, darüber will der Bürgermeister nicht spekulieren. So oder so ist aber zu erwarten, dass das Geld von der Versicherung für den Gaststätten-Neubau nicht reichen wird. „Ein Neubau ist unser festes Ziel“, richtet Thiemig den Blick nach vorn. Denn ein gutes gastronomisches Angebot sei wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Freizeitzentrums. Die Verwaltung wie auch der Magistrat der Stadt haben deshalb schon ausführlich über das Thema beraten.

Als Ergebnis kam dabei heraus, dass der Standort der Gaststätte erhalten bleiben soll. Zwar haben die Verantwortlichen zwischenzeitlich überlegt, das neue Haus weiter oben – mit noch besserer Aussicht – zu bauen. Dafür müsste aber ganz neu geplant werden – inklusive einer umfangreichen naturschutzrechtlichen Prüfung. „Das hätte lange gedauert und der Ausgang wäre ungewiss“, sagt Thiemig. Die Entscheidung ist deshalb für den bisherigen Standort gefallen, der ein überschaubares Planungsverfahren verspricht.

Gebäude wird dieses Jahr wohl nicht mehr fertig

Konkrete Schritte hat der Magistrat schon in die Wege geleitet: Am Montag hat ein heimisches Architekturbüro den Auftrag für die Planung des Neubaus erhalten. Welche Vorgaben das neue Haus genau erfüllen soll, wird noch abgestimmt. Auf jeden Fall soll aber das „Gipfelerlebnis“ im Vordergrund stehen: Die Aussicht ins Tal, zur Piste, vielleicht auch zum Schlittenhang soll gegeben sein, sagt Thiemig. Die Größe des Neubaus wird dem der Berghütte entsprechen – aus planungsrechtlichen Gründen. Das Haus wird also wieder einstöckig sein. Dass die Gaststätte im Jahr 2017 noch fertig wird, damit rechnen Thiemig und Bauamtsmitarbeiter Schmack nicht. Natürlich soll es möglichst schnell gehen; ein Neubauprojekt brauche aber seine Zeit, sagt Thiemig.

Sorge bereitet dem Bürgermeister indes, dass es derzeit kein gastronomisches Angebot im Freizeitzentrum gibt. Die Stadt würde gern einen Imbisswagen oder Ähnliches als Zwischenlösung aufstellen lassen, hat bisher aber keinen Anbieter gefunden. Thiemig bittet Interessenten, sich bei der Stadtverwaltung zu melden.

von Susan Abbe

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