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Der Schlepplift zieht nicht mehr

Sackpfeife Der Schlepplift zieht nicht mehr

Aus und vorbei. Der Schlepplift auf der 
Sackpfeife wird nicht mehr repariert. CDU, BB und FDP zogen ihren 
Antrag auf Generalüberholung der Anlage am Donnerstag im Biedenkopfer Parlament zurück.

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Der in die Jahre gekommene Schlepplift auf der Sackpfeife wird nicht repariert.

Quelle: Dieter Poschmann / pixelio.de

Biedenkopf. Mehr als vier Jahrzehnte zog der Schlepplift Skifahrer den Berg hinauf. Damit ist Schluss. Nun müssen die Wintersportler auf den Sessellift ausweichen. Der hat ebenfalls mehr als 40 Jahre auf dem Buckel, läuft aber immerhin noch. Im kommenden Jahr will die Stadt für das Freizeitzentrum Sackpfeife ein neues­ ­Gesamtkonzept erarbeiten. Grund dafür, dass der Getriebe­schaden des Lifts nicht mehr repariert wird, ist der Gesamtzustand der Anlage.

Laut Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) und Bauamtsmitarbeiter Thorsten Schmack ist der Lift durch und durch so marode, dass eine Reparatur einfach nicht mehr lohnt. Allein die Überholung des Getriebes könne sich auf 70.000 Euro summieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass danach eines der vielen anderen in die Jahre gekommenen Bauteile kaputt geht, sei groß. Die Chance, dass der Schlepplift den Winter noch durchhält, bewertet Thorsten Schmack nach Rücksprache mit Experten als „gleich null“ ( wir berichteten).

Experte: Reparatur für 26.000 Euro reicht nicht

Auf Grundlage dieser Informationen hatte der Magistrat, dem Mitglieder aus SPD, CDU, BB, FDP und UBL angehören, bereits im Mai beschlossen, den Lift nicht mehr reparieren zu lassen. Über den Ältestenrat sei das Thema laut Thiemig auch in die Parlamentsfraktionen gegangen. Die Öffentlichkeit wurde über den Zustand des Lifts und den Beschluss aber nicht informiert.

Öffentlich wurde dies erst am 7. September, weil die Parlamentsfraktionen von CDU, BB und FDP an diesem Tag im Bauausschuss beantragten, den Schlepplift doch noch einmal zu reparieren. Die drei Fraktionen, die eine Zählgemeinschaft bilden und die Mehrheit im Biedenkopfer Parlament haben, wollten 26.000 Euro dafür in die Hand nehmen.

Auf diesen Antrag hin führten Bürgermeister Thiemig und Bauamtsmitarbeiter Schmack im Bauausschuss aus, dass der Lift Fachleuten zufolge praktisch irreparabel ist. Das vor Monaten eingeholte Reparaturangebot für das Getriebe im Wert von 26.000 Euro werde bei Weitem nicht reichen, um die Anlage wieder flott zu machen, sagte Schmack.

Aufgrund dieser Erläuterungen zog CDU-Fraktionschef Siegfried Engelbach im Namen der Zählgemeinschaft ihren Antrag auf Reparatur des Schlepplifts zurück.

von Susan Abbe

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