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Wie soll die Sackpfeife aussehen?

Bürgerbefragung in Biedenkopf Wie soll die Sackpfeife aussehen?

Biedenkopf strickt an ­einem neuen Konzept für die Sackpfeife. Auch die Ideen der Bürger sind hierzu gefragt. Laut Bürgermeister will die Stadt dazu in den kommenden Wochen eine Fragebogen-Aktion starten.

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Wintersportmöglichkeiten, Bungee, Sommerrodelbahn, Scooter: Was soll auf der Sackpfeife bleiben, was ist verzichtbar und welche neuen Angebote werden von den Bürgern gewünscht? Die Stadt Biedenkopf will es wissen.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) angekündigt, dass für das Freizeitzentrum Sackpfeife­ ein neues Konzept erarbeitet werden soll. Details zum Verfahren hat er erläutert. Dabei spielt die Beteiligung der Bürger eine Rolle.

Die Betriebskommission des früheren Eigenbetriebs Freizeit, Erholung und Kultur hat sich im Oktober 2016 ausgiebig mit dem Ist-Zustand auf der Sackpfeife befasst und sich erste­ ­Gedanken über Ziele für die ­Zukunft gemacht.

Bevor die Betriebskommission ihre ersten Ideen öffentlich macht, sollen jedoch die Bürger im Rahmen einer Aktion das Wort haben. Die Betriebskommission wolle auf diese Weise erreichen, dass die Bürgerbefragung „ganz ergebnisoffen“ erfolgen kann, erklärt Thiemig. Denn wenn die Betriebskommission bereits eine bestimmte Denkrichtung vorgebe, würden Bürger Ideen, die in eine ganz andere Richtung laufen, womöglich nicht mehr vorbringen. „Es wäre schade, wenn uns diese Ideen verloren gingen“, sagt Thiemig.

„Bitte konkrete Vorschläge“

Um die Bürger-Ideen zu sammeln, hat die Verwaltung ­einen Fragebogen erarbeitet. Gefragt wird darauf zunächst, wie zufrieden die Biedenkopfer mit dem Sommer- und dem Winterangebot auf der Sackpfeife sind, was ihnen besonders gut gefällt und was ihnen nicht gefällt. Darüber hinaus wird gefragt, wann die Bürger die Sackpfeife nutzen und welche dort vorhandenen Einrichtungen ihnen besonders wichtig sind.

Ganz wichtig ist schließlich die Frage danach, welche zusätzlichen Angebote sich die Bürger auf der Sackpfeife wünschen. Dabei wünscht sich die Stadt laut Bürgermeister Thiemig: „Bitte konkrete Vorschläge“. Antworten wie „mehr Angebote für Kinder“ oder „mehr Angebote für Wanderer“ reichten da nicht aus. Die Bürger sollten schon sehr konkret formulieren, welche neuen Angebote genau sie sich beispielsweise für Kinder oder Wanderer wünschen.

In rund vier Wochen soll der Fragebogen an alle Biedenkopfer Haushalte verteilt werden. Die Bürger können ihn anonym ausfüllen und danach bei der Stadt abgeben oder per Post schicken. Alternativ soll es den Fragebogen auch auf der Internetseite der Stadt geben, wo er direkt online ausgefüllt werden kann.

Thiemig sieht erheblichen Sanierungsbedarf

Die eingehenden Antworten werden schließlich ausgewertet und zusammen mit den Ideen, die die Betriebskommission gesammelt hatte, als Grundlage für die Entwicklung des neuen Sackpfeifen-Gesamtkonzepts genutzt.

Was dabei letztlich herauskommt, ist laut Bürgermeister Thiemig im Moment noch ebenso offen wie ein genauer­ Zeitplan und der Kostenrahmen des Gesamtprojekts. Für die Konzeptionsphase werde die Stadt sicherlich das laufende Jahr 2017 brauchen, erwartet Thiemig.

Was den dann folgenden Zeitplan und die Kosten betrifft, so hängen diese Fragen letztlich damit zusammen, welche konkreten Pläne für die Sackpfeife entwickelt werden. Eine Summe könne er deshalb nicht nennen, sagt der Bürgermeister.

Klar sei aber, „dass ein erheblicher Sanierungs- und Investitionsbedarf da ist“. Egal wie das Konzept am Ende auch aussehen wird – „mit ein paar 1000 Euro wird es auf keinen Fall ­getan sein“, betont der Bürgermeister.

von Susan Abbe

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