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Birgit Simmlers große Fußstapfen

Biedenkopf sucht neuen Kulturreferent Birgit Simmlers große Fußstapfen

Biedenkopf verliert im Herbst die erfolgreiche Kulturreferentin Birgit Simmler. Deshalb hat die Stadt die Stelle neu ausgeschrieben – mit dem ­anspruchsvollen „simmler‘schen“ Profil.

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Organisatorin, Netzwerkerin, Autorin, Regisseurin: Biedenkopfs Kulturreferentin Birgit Simmler geht im Herbst. Die Entscheidung könnte schon Anfang Juli fallen.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Eine erste Runde von Vorstellungsgesprächen ist gelaufen. Laut Ausschreibungstext sucht die Stadt Biedenkopf „eine sehr kreative Persönlichkeit mit guten konzeptionellen, strukturellen und kommunikativen Fähigkeiten“. „Kenntnisse­ der hessischen Kulturszene“ seien von Vorteil.

Bewerber sollten Konzerte,­ Ausstellungen, Literaturtage und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche organisieren können und wissen, wie Öffentlichkeitsarbeit und Marketing funktioniert. Und es wäre „wünschenswert“, wenn sie auch die „künstlerische und organisatorische Leitung der Schlossfestspiele“, nämlich „Autorenschaft, Regie,­ Komposition“ übernehmen können. Die stellvertretende Leitung des städtischen Fachbereichs Freizeit, Erholung und Kultur gehört auch noch zum Aufgabenbereich, steht in der Ausschreibung.

Mittlere zweistellige Zahl an Bewerbungen

Wäre Birgit Simmler gerade auf der Suche nach einer Stelle, die Position der künftigen Biedenkopfer Kulturbeauftragten würde genau auf sie passen. Das bestätigt auch Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD). „Wir haben die Stelle eins zu eins mit dem Profil von Frau Simmler ausgeschrieben – wohl wissend, dass es schwierig werden kann, so einen Allround-Könner zu finden“, sagt der Bürgermeister. Dennoch habe die Stadt sich entschieden, es zumindest zu versuchen. Um möglichst viele gute Bewerber für die Stelle zu interessieren, lief die Ausschreibung bundesweit und darüber hinaus, unter anderem bis an die Universität in Wien.

Und die Rückmeldungen sind laut Thiemig vielversprechend. „Wir haben eine mittlere zweistellige Zahl an Bewerbungen“, verrät der Bürgermeister. Nicht nur die Sichtung der Unterlagen, auch die erste Runde der Vorstellungsgespräche sei bereits gelaufen. Etwa ein Dutzend Bewerber sei dazu eingeladen worden. Ausgehend von diesen Gesprächen werde nun entschieden, wer in die engere Wahl kommt. Diese Kandidaten werden zu einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen. Das soll Anfang Juli stattfinden, und zwar vor den Mitgliedern des Magistrats der Stadt. Bei ihnen liegt dann auch die endgültige Entscheidung darüber, wer die Kulturbeauftragten-Stelle bekommt. Die Stelle ist als unbefristete Vollzeitstelle ausgeschrieben, soll bei Bedarf aber auch teilbar sein.

Thiemig: Schlossfestspiele machen uns interessant

Nach dem bisherigen Stand des Bewerbungsverfahrens ist Bürgermeister Thiemig durchaus zuversichtlich, dass die Stadt einen geeigneten Nachfolger beziehungsweise eine geeignete Nachfolgerin für Birgit Simmler findet. „Wir haben richtig ­gute Bewerbungen bekommen. Ich bin optimistisch, dass wir eine­ gute Auswahl treffen können“, sagt das Stadtoberhaupt. Er hofft, dass die Entscheidung noch Anfang Juli getroffen werden kann.

Spannend sei, wie viele Menschen, die in ganz unterschiedlichen kulturellen Bereichen unterwegs sind, sich beworben hätten, sagt der Bürgermeister. Gezeigt habe sich im Ausschreibungsverfahren, dass insbesondere das inzwischen durchaus große Renommee der Schlossfestspiele die Stelle in Biedenkopf für auswärtige Bewerber interessant macht. Die Kulturarbeit in Biedenkopf wird positiv wahrgenommen“, sagt sich Thiemig.

von Susan Abbe

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