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20 Stellungnahmen zur Ortsumgehung Eckelshausen

Bundesstraße 62 20 Stellungnahmen zur Ortsumgehung Eckelshausen

Die Pläne für die Eckelshäuser Ortsumgehung lagen seit August öffentlich aus. Bis Ablauf der Frist am Montag gingen fünf Einwendungen ein.

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Die B 62 bringt viel Verkehr nach Eckelshausen. Viele Anwohner wünschen sich eine Ortsumgehung.

Quelle: Susan Abbe

Eckelshausen. Es geht um die Bundesstraße 62, die bisher mitten durch den Ort verläuft, künftig aber um ihn herumgeführt werden soll. Laut Plan soll die neue Trasse mit einer Länge von 2,7 Kilometer westlich an Eckels
hausen vorbeilaufen und südlich des Ortes wieder an die jetzige B 62 anschließen. Das Planfeststellungsverfahren für das Projekt läuft.

Zuletzt waren die Stellungnahmen der Bürger zu den Plänen gefragt. „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 15 Stellungnahmen und fünf Einwendungen hier bei uns eingegangen“, teilt RP-Pressesprecher Oliver Keßler mit. Laut Keßler hat sich gezeigt, dass der Bau der Ortsumgehung insgesamt „durchaus begrüßt“ werde. Aber auch zu Schwerpunkten der Einwendungen gab der RP-Sprecher Auskunft. Sie betreffen demnach insbesondere die mit dem Straßenbauprojekt verbundene Inanspruchnahme von Grundstücken und die Folge für landwirtschaftliche wie auch Gewerbebetriebe. Es würden erhebliche Einschränkungen für den Fortbestand der Betriebe befürchtet, sagt Keßler.

Verwiesen werde dabei darauf, dass die Flächen weiterhin dringend als Futtergrundlage für die Viehhaltung oder als Erweiterungsflächen für Betriebe benötigt würden. Zum Nachteilsausgleich müssten daher geeignete Ersatzflächen zur Verfügung gestellt werden.

Thiemig: Einwendungen sind nicht ungewöhnlich

Die Einwendungen und Stellungnahmen werden nun zunächst bei der Straßenbaubehörde Hessen Mobil geprüft und fachlich beantwortet. Im nächsten Schritt wird sich dann das RP Gießen – gegebenenfalls in einem Erörterungstermin – mit allen Einwendungen und Stellungnahmen befassen. Ziel ­eines solchen Termins ist laut RP-Sprecher, über die vorgesehenen Maßnahmen näher zu informieren, Beanstandungen zu besprechen und in strittigen Punkten Einigung zu erreichen.

Alle Ergebnisse und Planunterlagen legt das RP Gießen abschließend dem Hessischen Verkehrsministerium vor, das dann über den notwendigen Planfeststellungsbeschluss zur Schaffung des Baurechts entscheidet. Dass Einwendungen von Bürgern eingingen, überrascht Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) nicht. Auch die Stadt selbst habe einige Einwendungen und Stellungnahmen erhalten. Diese seien dann direkt an das RP als zuständiger Behörde weitergeleitet worden. Dass Einwendungen eingehen, sei nicht ungewöhnlich. „Das beunruhigt mich nicht“, sagte Thiemig. Inhaltlich könne er zu den Einwendungen im Moment nichts sagen. Das sei Sache des RP. Die Stadt müsse jetzt einfach das Ergebnis des Verfahrens abwarten.

von Susan Abbe

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