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Bereitschaftsdienst rückt in Warteposition

Ärztlicher Notdienst Bereitschaftsdienst rückt in Warteposition

Beim Thema Umorganisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes gibt es noch keine neue Entwicklung, aber eine neue Idee.

Biedenkopf. Während der Kreistag am Freitag sich nicht für einen scharf formulierten Dringlichkeitsantrag gegen die Überlegungen zu einem zentralisierten ärztlichen Bereitschaftsdienst mit Schließung der Stellen in Biedenkopf und Gladenbach und Anschluss an die Zentrale in Marburg, sondern für einen milder formulierter Antrag der Koalitionsparteien von CDU, Bündnisgrünen und Freien Wählern aussprach, sprach sich die Biedenkopfer Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend dafür aus, dass Biedenkopf „für unsere Bürger eine lebenswerte Stadt mit kurzen Wegen“ bleiben solle.

Durch die drohende Schließung der Geburtshilfe im DRK-Krankenhaus und die geplante Verlagerung des Bereitschaftsdienstes weg von Biedenkopf werde jedoch ein Zeichen gesetzt, das diese Bemühungen konterkariert. Deshalb erfolgt ein Appell an die Ärzte und die Kassenärztliche Vereinigung, alle Möglichkeiten für den Erhalt der Einrichtungen in Biedenkopf auszuschöpfen.

Das Thema ärztlicher Bereitschaftsdienst sollte am Freitag beim „Runden Tisch“ zur Geburtshilfestation angesprochen werden, doch dazu kam es wegen der Einigung zur Geburtshilfestation nicht. Auf Nachfrage erläuterte Landrat Robert Fischbach jedoch, dass es Ende Januar ein Gespräch mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) geben wird, in dem die KV ebenso ihre Pläne darstellen soll wie auch die Ärzte vor Ort. Gladenbachs Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim äußerte die Hoffnung und die Bitte, dass bis dahin keine Fakten geschaffen werden. Die Bürgermeister wollten dies in der nächsten Woche bei einem Vorabgespräch bei einem KV-Projektleiter deutlich machen.

Fischbach ergänzte, dass auch der Landkreistag, dessen Präsident er ist, sich dem Thema in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der KV widme. Es gebe Überlegungen, den Bereitschaftsdienst organisatorisch an die Rettungsleitstellen der Landkreise „anzukoppeln“, wo dann entschieden würde, ob ein Notarzteinsatz erforderlich ist, der Patient von einem diensthabenden Arzt besucht werden soll oder ob er sich selbst zur Bereitschaftszentrale begeben kann.

von Gianfranco Fain

und Klaus Peter

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