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Bellmänner wüten in den Straßen

Silvester Bellmänner wüten in den Straßen

Sie lärmen und kreischen, schleudern Böller durch die Luft und jagen kleine Kinder – der letzte Tag des Jahres fördert in Buchenau gar schreckliche Geschöpfe zu Tage: die Bellmänner.

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Die wilde Horde aus Mitgliedern der Burschenschaften Muth und Damm eröffnete die Jagd auf eine Gruppe Kinder und versuchte, sie mit lautem Getöse zum Warten zu bewegen.

Quelle: Privat

Buchenau. Gepflegt wird der traditionelle Brauch von den beiden Burschenschaften Muth und Damm, die als vermummte Gestalten durch den Ort ziehen und an den Häusern um kleine Spenden bitten. Damit erinnern sie an frühere Zeiten, in denen Bettlerbanden und Landstreicher die Dörfer heimsuchten, um bei den Bauern Lebensmittel zu schnorren, weiß Heimatforscher Hermann Damm.

Auch diese seien in zerschlissene und zerlumpte Klamotten gehüllt gewesen – ebenso wie die Burschen heute. Die Wurzeln des Brauches reichen dabei sogar mehrere hundert Jahre zurück. Das erste Mal sei das Treiben der Bellmänner Anfang des 19. Jahrhundert belegt, berichtet Damm. Damals seien vier Burschen losgezogen, um im Dorf Essbares zu sammeln. Seitdem habe sich die Tradition beständig gewandelt, fügt der Geschichtsexperte hinzu.

 

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