Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Bei Pfeiffers packt jeder mit an

Direktvermarkter Bei Pfeiffers packt jeder mit an

Für den 26-jährigen Fleischermeister Sebastian Pfeiffer bedeutet die Investition in den Hofladen auch eine Investition in die Zukunft der Familie.

Voriger Artikel
Konzerterlebnis in der Kirche
Nächster Artikel
Vollsperrung in Engelbach endet

Sebastian Pfeiffer steht mit seiner Frau Ina-Maria und Tochter Mia im Ladengeschäft. Der Anbau wurde Ende September dieses Jahres eröffnet.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Elmshausen. In Gummistiefeln und einer weißen abwaschbaren Schürze geht Fleischermeister Sebastian Pfeiffer über den Hof. Mit seinem 26 Jahren ist er ein alter Hase. Und er weiß genau, was er will. „Jetzt bin ich jung und kann noch“. Er meint damit, viel Energie in das Funktionieren des Hofladens zu stecken.

Sebastian Pfeiffer ist überzeugt, dass das Leben und Arbeiten auf dem Hof, der seit Generationen in Familienbesitz ist, die Familien, die auf ihm leben, ernähren kann. Er war es auch, der dafür sorgte, dass die Produkte des Hofes in einem Neubau angepriesen werden, statt in dem viel zu kleinen Kellerraum. Der junge Familienvater setzt auf Qualität und darauf, dass jeder mitanpackt.

„Jeder macht das, was er kann“, sagt er. Seine Ehefrau Ina-Maria versorgt derzeit die sechs Monate alte Tochter Mia, der Bruder Christian produziert hausgemachte Nudeln und sortiert die Eier, Mutter Iris und Schwester Rebecca helfen beim Verkauf im Laden und Vater Johannes kümmert sich um alles, was auf dem Hof und den Äckern an Arbeit zu erledigen ist.

Auf dem Hof wohnen drei Generationen unter einem Dach. Die moderne Küche von Sebastian und Ina-Maria Pfeiffer erinnert an die großen Wohnküchen vergangener Tage, in denen die Familien viel Zeit verbracht haben. Dort spielt sich bei Pfeiffers auch heute noch das Leben ab. Am Esstisch wird gefachsimpelt, während der Flachbildschirm Ablenkung verspricht.

Ladenbau war ein Risiko

Die Familie ist Sebastian Pfeiffer sehr wichtig. So ist es auch nicht überraschend, dass die Entscheidung für den Neubau des Ladengeschäfts innerhalb der Familie in zahlreichen Gesprächen ausführlich diskutiert wurde. Es stellte sich die Frage: Wie geht es weiter?

Die Ausrichtung für die Zukunft war entscheidend und auch die Finanzierbarkeit des Projektes. Pfeiffers sind mit dem Ladenbau ein gewisses Risiko eingegangen, aber der Juniorchef ist sicher, dass sein Konzept aufgehen wird. Er denkt, dass sich die Direktvermarktung durchsetzt.

Auf dem Hof können sich die Kunden davon überzeugen, wie das Vieh gehalten wird. Alle Fragen werden beantwortet. „Hier weiß man, wo das Fleisch herkommt und wie es gemacht wird“, sagt Sebastian Pfeiffer. Er verwendet so wenig Zusatzstoffe wie nötig. Den Vertriebsweg über die Marke „Landmarkt“ nutzt er seit 2014, um seine Reichweite zu erhöhen. Der Hof liegt im Sackgassendorf Elmshausen direkt an der Hauptstraße. Von den Kunden aus dem Dorf allein kann sich der Laden nicht tragen.

In seiner Freizeit ist der Juniorchef ein engagierter Feuerwehrmann, aber zum Glück sei er im vergangenen Jahr nur zu elf Einsätzen gerufen worden. „Das hält sich in Grenzen“, sagt der 26-Jährige, der 30 Stunden pro Woche bei den Roth-Werken in Buchenau tätig ist. Freizeit ist für Sebastian Pfeiffer ohnehin hauptsächlich die Familie.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 Betriebsdaten
Name: Pfeiffer‘s Hofladen
Gründungsjahr: 2001
Flächen und Anbau: 40 Hektar
Tierhaltung: Schweine, Kühe, Hühner, Hähnchen
Mitarbeiter Hof: 4
Mitarbeiter Hofladen: 2
Vermarktung: Hofladen, Belieferung des Rewe-Marktes in Dautphe.
 

Eine Karte von den Direktvermarktern im Landkreis finden Sie hier:

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr