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Baustoffhandel siedelt sich an

Gewerbepark Salzbödetal Baustoffhandel siedelt sich an

Rund 12.600 Quadratmeter des Gewerbeparks will sich ein Lohraer Unternehmer sichern. Wird der Vertrag wie vorgesehen unterzeichnet, ist somit mehr als die Hälfte der Fläche zwischen Lohra und Gladenbach verkauft.

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Der Verkauf einer großen Fläche im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal an einen Baustoffhändler ist unterschriftsreif.

Quelle: Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

Bad Endbach. Zahlreiche Vertreter waren entweder erkrankt oder fehlten entschuldigt, weshalb die Verbandsversammlung am Dienstag recht kurz ausfiel.

So war es auch Verbandsvorsteher Peter Kremer vorbehalten, eine gute Botschaft anstelle des erkrankten Geschäftsführers Lars Plitt zu verkünden: Ein weiteres Unternehmen wird sich im ­Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal (IGS) ansiedeln. Ein Lohraer Unternehmer will dazu ein Gelände von rund 12.600 Quadratmetern kaufen, auf dem er einen Baustoffhandel betreiben will. Die Verträge seien unterschriftsreif, beziehungsweise befänden sich in notarieller Prüfung, berichtet Kremer noch. Er hoffe, dass
die Unterzeichnung noch in diesem Jahr erfolge, fügte­ der Gladenbacher Bürgermeister an.

Mit dem Verkauf des zweiten Grundstücks in fast zwei Jahren seitdem Lars Plitt Geschäftsführer des IGS ist, sind somit rund 64.000 Quadratmeter des Gewerbegebiets veräußert, rund 60.000 sind noch zu vergeben. Dazu verhandele der Geschäftsführer bereits mit drei weiteren Interessenten, berichtete Kremer weiter. Ein Interessent sei schon im Gewerbegebiet ansässig, bei diesem gehe es um eine Erweiterung, die beiden weiteren Interessenten würden sich neu im Gewerbepark ansiedeln.

Ob was daraus wird, sei derzeit noch offen. Zerschlagen haben sich dagegen die Verhandlungen zu 
einem Grundstücksverkauf mit einem Autohändler, fügte Kremer an. Es konnte keine Einigung über den Preis erzielt werden, zumal das Gewerbe nicht den Richtlinien der Hessischen Landgesellschaft (HLG) entsprach.

Gewerbesteuer-Plus: Gewinn springt auf 883.000 Euro

Der Dienstleiter der Kommunen übernahm den Ausbau des Gewerbeparks und wickelt den Verkauf der Grundstücke ab, der allerdings an Vorgaben geknüpft ist, zum Beispiel, dass es sich um produzierendes Gewerbe handeln muss. Ist das nicht der Fall, müssen die drei beteiligten Kommunen Bad Endbach, Gladenbach und Lohra über den IGS 
 Zuschüsse zurückzahlen. Auf Nachfrage erklärte Kremer, dass dies beim Baustoffhandel im Verkaufspreis enthalten sei.

Ein ebenso erfreulicher Tagesordnungspunkt endete in einem einstimmigen Beschluss zum Nachtragshaushalt 2016. Dieser ist erforderlich, weil sich die Ertragslage wesentlich geändert hat. Statt des kalkulierten Saldos von 174.000 Euro werden nun rund 883.000 Euro erwartet, die laut Beschluss der Versammlung entsprechend den Anteilen auf die Kommunen verteilt werden sollen. „Ich würde mich freuen, wenn es Jahr für Jahr so weitergeht“, sagte Kremer zu den Zahlen.

Die Verbesserung kommt hauptsächlich durch höhere Einnahmen an Gewerbesteuer zustande. In den rund 775.000 Euro ist allerdings eine „kräftige Nachzahlung“ enthalten. Wie für das Jahr 2017 kalkuliert wird, steht noch nicht fest. Der Entwurf des Haushaltsplans soll der Verbandsversammlung im Januar vorgelegt werden. Sicher ist nur, dass die Zahlen dieses Jahres nicht zugrundegelegt werden. Denn: „Mit einer solchen Nachzahlung können wir nicht jedes Jahr rechnen“, sagte Kremer.

von Gianfranco Fain

 
 
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