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Bauausschuss empfiehlt Wegbereitung für „Flowtrail“

Mountainbike-Strecke Bauausschuss empfiehlt Wegbereitung für „Flowtrail“

Bürgermeister Markus Schäfer machte sichwährend der Bauausschuss-Sitzung für die Mountainbikestrecke nahe der Therme stark.

Bad Endbach. Im Mittelpunkt der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses Bad Endbach stand am Freitagabend die Änderung des Flächennutzungsplanes. Diese ist Voraussetzung dafür, dass in der Nähe des KSF-Zentrums ein Übungsplatz für die geplante Mountainbikestrecke mit „Flowtrail“ errichtet werden kann.

Die ehemalige Mountainbike-Europameisterin Birgit Jüngst-Dauber, die im Ortsteil Wommelshausen wohnt, stellte die Konzeption „Flowtrail“ vor. Diese etwa 10,5 Kilometer lange Strecke soll weitgehend auf Wald- und Gemeindewegen verlaufen. Lediglich der Abfahrtsteil, der unterhalb des Günteroder Sportplatzes liegen wird und neu anzulegen ist, verläuft über Waldboden. Die Strecken seien so angelegt, so Jüngst-Dauber, dass sowohl jüngere als auch ältere Mountainbikefahrer sie bewältigen können. Jugendliche mögen Mountainbikefahren im Wald, betonte Jüngst-Dauber und legen deshalb dort illegale Strecken an. Um diesen Sport zu legalisieren, würde ein solcher „Flowtrail“ gebaut und Nutzungsrichtlinien würden die Naturverträglichkeit sichern.

Jüngst-Dauber ging auf eine Vorzeigeanlage im rheinland-pfälzischen Stromberg ein, die auch von Vertretern der Gemeinde besichtigt wurde. Diese Strecke nutzten durchschnittlich 250 Besucher wöchentlich.

Flowtrail: Ein Pfad ohne Befestigungen

Ein „Flowtrail“ sei ein Pfad, der keine Befestigungen benötige. Lediglich in den Kurven würden Außenranderhöhungen aufgeschüttet und kleine Hügel eingebaut. Die Nebenstrecken hätten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sodass jeder Benutzer seine Strecke wählen könne. Ein „Flowtrail“ unterliegt festen Öffnungszeiten und ist von April bis Oktober geöffnet. Der Trail ist bei Dauerregen geschlossen und nur bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang zu nutzen.

Fahrtechnikkurse sollten angeboten werden, wofür allerdings ein Übungsparcours anzulegen sei, der sich unterhalb des KSF-Zentrums befinden soll. Um diesen zu verwirklichen, müsse der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Bau- und Unterhaltungskosten seien gering, da diese auch überwiegend ehrenamtlich geleistet würden.

Auf Nachfrage von Otto-Erich Pfeifer (CDU), wie der Übungsplatz aussehen solle, berichtete Jüngst-Dauber, dass dieser auf einer Wiese mit einer Rampe und einem Balancebalken versehen werde. Laut Rolf Bernshausen (SPD) müsse sich die Gemeinde für die Entscheidung Zeit lassen, um die Beteiligten „mitzunehmen“. Auch sei zu klären, ob so ein Projekt zu Bad Endbach passe und ob dieses in das Tourismuskonzept eingebunden werden könne.

Bürgermeister Markus Schäfer (CDU) wies darauf hin, dass in Bad Endbach mehrere Wanderwege parallel verlaufen und deshalb touristisch nicht so attraktiv seien. Es sei mit Mountainbikern aus dem Raum Frankfurt gesprochen worden, die gar nicht gewusst hätten, welche schöne Landschaft hier für diesen Sport vorhanden sei. Damit sich die Nutzergruppen im Wald nicht gegenseitig stören, sehe der Plan vor, dass dieser Sport auf wenigen Kilometern von weitgehend vorhandenen Strecken kanalisiert werden soll. Diese Strecke ließe sicherlich nicht die Übernachtungszahlen in Bad Endbach gravierend in die Höhe gehen, gleichwohl sei bekannt, dass ein Tagesgast durchschnittlich 20 Euro an Wertschöpfung in der Region „lässt“.

Für die Änderung des Flächennutzungsplanes stimmten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses einstimmig.

von Klaus Peter

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