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Bauamtsleiter: Hilsberg rechnet sich weiterhin

Windpark Hilsberg Bauamtsleiter: Hilsberg rechnet sich weiterhin

Die Herzhäuser verschieben die Errichtung von Windrädern aus windertrags- und technischen Gründen über das Jahr 2015 hinaus. Steht nun auch das Hilsberg-Projekt wirtschaftlich infrage?

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Bad Endbach. Selbst wenn der Windpark auf dem Hilsberg nicht bis 2015 ans Netz gehe, sei die Gemeinde „noch weit davon entfernt, den Break Even Point (BEP) zu erreichen“, erklärt Bad Endbachs Bauamtsleiter Thomas Reuter. Der BEP ist der Punkt, an dem sich Kosten und Erlöse einer Produktion ausgleichen. Sind die Kosten höher, wird ein Verlust eingefahren, überwiegen die Erlöse, wird ein Gewinn erzielt.

Reuter lässt die Gründe, die die Energiegenossenschaft Dautphetal-Gladenbach dazu bewogen haben, die Errichtung von Windrädern auf den Höhenzügen bei Herzhausen vorerst auf Eis zu legen, für den Hilsberg nicht gelten. Ende Juli wurden die Mitglieder der Energiegenossenschaft darüber informiert, dass nicht mehr angestrebt wird, einen Windpark vor dem 31. Januar 2015 ans Netz anzuschließen, obwohl dann gemäß „Erneuerbaren-Energie-Gesetz“ (EEG) eine zusätzliche Bonuszahlung von 46 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom entfällt. Als Gründe wurden unter anderem genannt die „extrem“ gestiegenen Kaufpreise für Windräder und ein Windgutachten, das das vorgesehene Baugebiet aufgrund fehlender Aufzeichnungen von Windgeschwindigkeiten als Schwachwindstandort klassifiziert.

Für den Hilsberg gelten andere Voraussetzungen, erklärt Reuter. „Es gibt eine Menge Parameter, die nicht vergleichbar sind.“ Dazu zählt er auf, dass die Gemeinden im Jahr 2014 eine bessere Vergütung aus dem EEG erhält, die Gemeinde sich andere Gestehungspreise gesichert hat, zudem keine Pacht zahlen muss, und über einen besseren Windstandort habe.

Zwar habe es auf dem Hilsberg keine Windmessungen gegeben, jedoch verfüge man über Zahlen von den Windrädern bei Bottenhorn, dem vorgelagerten Schelder Wald und aus Hülshof. Mit diesen Angaben sei ein Windgutachten erstellt worden. Die darauf basierende Wirtschaftlichkeitsberechnung sei mittlerweile anhand der Feinplanung aktualisiert.

Selbst die Fortschreibung mit verminderten Werten habe ergeben, dass sich der Windpark Hilsberg „rechnen wird“ erklärte Reuter. Konkrete Zahlen dürfe er allerdings nicht nennen.

von Gianfranco Fain

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