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Bau des Buswendeplatzes startet

Neue Parkmöglichkeiten Bau des Buswendeplatzes startet

Gute Nachrichten verkündet Bürgermeister Georg Gaul: Zum einen wird das Ärgernis „Busbegegnungsverkehr“ behoben, zum anderen gestalten Steuernachzahlungen und Mehreinnahmen die Bilanz 2013 freundlicher.

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Der Startschuss fällt, der Buswendeplatz an der Gladenbacher Straße, dort wo am Rande des ehemaligen Bahngeländes derzeit eine ungenutzte Fläche besteht, wird ab nächsten Montag in die Realitiät umgesetzt.Foto/Grafik: Gianfranco Fain/ Büro Schneider,

Lange wurde um den Standort für die Umsteigehaltestelle diskutiert und besonders von den Anwohnern in der Gladenbacher Straße bekämpft. Doch nun wird es am Montag losgehen mit dem Projekt „Busbegegnungsverkehr“, für den nach Meinung von Bürgermeister Georg Gaul 90 Prozent der Lohraer den jetzigen Standort als den richtigen ansehen.

Benötigt wird die neue Haltestelle, um die Situation in der Bahnhofstraße zu entschärfen. Dort staut sich derzeit noch der Verkehr, wenn zwei Busse an den gegenüberliegenden Haltestellen ihre Fahrgäste ein- und aussteigen lassen. Zudem gab es dort auch schon gefährliche Situationen mit ein- oder aussteigenden Schulkindern.

Die Gemeindevertretung brachte den Bus-Stopp Ende August endgültig auf den Weg, als sie den Bebauungsplan „An der Bahn“ absegnete. Damals waren noch Kosten in Höhe von rund 420000 Euro im Gespräch für diese auch vom RMV geforderte Umsteigehaltestelle.

Kosten für Buswendeplatz betragen 400000 Euro

Nun beziffert der Bürgermeister die kalkulierte Summe auf rund 400000 Euro. Ein Bewilligungsbescheid des Landes Hessen für einen Zuschuss in Höhe von 347000 Euro liegt seit dem vergangenen Jahr vor, kommt allerdings erst im nächsten Jahr zur Teilauszahlung. Einen weiteren Zuschuss für die Nebenanlagen dieses Bauprojekts erhält die Gemeinde aus dem Programm „Stadtumbau West“. Vorgesehen ist die Erstellung von mindestens 3 Bushaltestellen, teilweise für Gelenkbusse. Wegen eines vierten Stellplatzes läuft noch ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht. Neben der Errichtung von 2 Wartehallen sind auch ausreichend Fahrradaufsteller geplant, zudem werden 11 Parkmöglichkeiten entstehen. Zur Einbindung in das Landschaftsbild werden ausreichend standortgerechte Bäume gepflanzt.

Als bauausführendes Unternehmen wurde die heimische Firma Hinterlang aus Bad Endbach ausgewählt, die das Projekt bis Ende Juli vollenden wird. Zeitversetzt werden von der Einmündung Rosegger Straße bis zur Biegenstraße der Gehweg als letzter Bauabschnitt von Grund auf erneuert, Kanäle saniert oder erneuert sowie Leerrohre für Breitbandkabel verlegt. Diese Arbeiten sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Geld vom IGS: Defizit des Jahres 2013 halbiert sich

Während dieses Bauvorhaben laut Bürgermeister Gaul eine verkehrstechnische und auch optische Aufwertung Lohras mit sich bringen wird, geht es bei der zweiten Neuigkeit schlicht um Geld, das sich noch auf den Jahresabschluss 2013 auswirkt. Dieser schloss ursprünglich mit einem Defizit von 916000 Euro ab. Doch zum Jahresende erfreute den Kämmerer eine Gewerbesteuernachzahlung in Höhe von 158000 Euro. Zudem erhielt die Gemeinde Lohra noch im Dezember 255000 Euro aus seiner Beteiligung am „Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal“ (IGS).

Dass noch Geld vom IGS zu erwarten war, sei bekannt gewesen, gibt Gaul zu, allerdings nicht die Höhe, da der Beschluss dazu bei der Aufstellung des IGS-Haushalts für 2013 erst im Oktober gefallen ist. Der Verbleib der IGS-Einnahmen bei der Stadt Gladenbach führte auch dazu, dass am Freitag im IGS-Vorstand ein Kompromiss geschlossen wurde, durch den sich die Stadt Gladenbach zur Verzinsung des Kapitals mit rund 24000 Euro verpflichtet (die OP berichtete).

Durch die rund 413000 Euro an zum Teil unverhofften Einnahmen hat sich das 2013er Defizit fast halbiert. Genauere Zahlen könnten genannt werden, wenn in zwei bis drei Wochen alles verbucht sei. Dann könnten auch über mögliche Auswirkungen Aussagen getroffen werden. Sicher sei allerdings, dass sich das vorgesehene Defizit dieses Jahres durch die Änderungen im Abschluss 2013 nicht verändere. „Wir müssen deshalb in den nächsten Jahren trotzdem an unseren Sparzielen festhalten“, mahnt Gaul.

von Gianfranco Fain

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