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Barrierefreiheit an Biedenkopfs Bahnhof

„DB Station&Service“ prüft Vorschläge. Barrierefreiheit an Biedenkopfs Bahnhof

Die Bahnstrecke Marburg-Bad Laasphe-Cölbe wurde 1883 eröffnet, der Bahnhof in Biedenkopf blickt also auf eine lange Geschichte zurück. Nun 
könnte er eine Neuerung erfahren.

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Derzeit wird geprüft, ob der Biedenkopfer Bahnhof in das Programm „Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen“ aufgenommen wird.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Das Land Hessen hat den Bahnhof in Biedenkopf für das Programm „Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen“ angemeldet. Wie das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur bestätigte, prüft die zuständige „DB Station&Service“ derzeit die Vorschläge.

Der Bundestagsabgeordnete der Sozialdemokraten, Sören Bartol, setzt sich dafür ein, dass der Biedenkopfer Bahnhof saniert wird. Es soll der Haus- und Zwischenbahnsteig erhöht sowie ein taktiles Leitsystem errichtet werden, damit sich körperlich beeinträchtige Menschen auf dem Bahngelände autonom bewegen und orientieren können.

Beim Bahnhof in Biedenkopf handelt es sich laut Bartol um einen zentralen Standort im Westkreis, der wichtig für die Funktion der Stadt Biedenkopf als Mittelzentrum sei. „Eine Vielzahl von älteren Menschen und Schülern nutzen die Bahnverbindung in der ehemaligen Kreisstadt, sodass die unzureichende Höhe der Bahnsteige eine starke Belastung und einen Gefahrenpunkt darstellt“, sagt Bartol. Er drängt auf eine Verbesserung.

Erster Zug fuhr hier 1883

Die Installierung eines taktilen Leitsystems stünden im Einklang mit den Bemühungen des Landkreises, in dem eine großen Zahl von Menschen mit Behinderungen leben, die Barrierefreiheit voranzubringen. „Das ist im Bahnhof in Marburg ideal gelungen und würde in Biedenkopf an einer weiteren Stelle umgesetzt“, sagt Bartol. Der Bundestagsabgeordnete hofft, dass die Sanierung des Biedenkopfer Bahnhofs nicht erst 2018 sondern bereits 2017 erfolgen kann.

Als der erste Personenzug seine Fahrt auf der Biedenkopfer Strecke aufnahm, wurde 1883 ein Volksfest mit Festzug in der Hinterlandkommune gefeiert. 1895 verfügte der Bahnhof über sechs Weichen, eine feste Rampe, eine Gleiswaage und einen Gleisanschluss. Das Empfangsgebäude besteht in seiner jetzigen Form bereits seit 1911.

Von der Mitte des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Überlegungen, die Eisenbahnstrecken zwischen der Lahn und der Ruhr auszubauen mit einer Strecke von Gießen über Gladenbach nach Biedenkopf.
Diese Pläne wurden aber nicht verwirklicht, der Bahnhof in Gladenbach ist bereits seit Jahren stillgelegt und die Strecke abgebaut.

von Silke Pfeifer-Sternke

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